Nach der Wahl: Barth in Hochstimmung – SPD ist gespannt

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Große Freude: Rainer Barth und seine Familie bei der Verkündigung der Wahlergebnisse am Sonntag in der Hochlandhalle.

Gilserberg. Nicht zur Ruhe gekommen ist Rainer Barth nach seinem Wahlsieg am Sonntag im Hochland. Am Montag war er bereits wieder an seinem Arbeitsplatz: „Es geht mir sehr gut.“ Er hat den Sieg mit Familie und Freunden im Restaurant Ochs gefeiert.

Es liegen anstrengende Wochen hinter dem Wahlsieger: „Ich fühle mich angenehm erschöpft“, sagte er im Gespräch mit der HNA. Er habe genau den Wahlkampf geführt, den er führen wollte. „Ich war in den einzelnen Ortsteilen unterwegs und habe viele persönliche Gespräche geführt.“

Am 2. Januar übernimmt der 42-Jährige, der 53,4 Prozent der Stimmen erlangte, das Amt des Bürgermeisters der Großgemeinde Gilserberg. „Es ist mein Anliegen, mit allen Fraktionen im Gemeindeparlament gut zusammenzuarbeiten“, sagte Barth.

Lothar Dietrich, Bewerber der SPD-Fraktion, unterlag mit 46,6 Prozent. Für ihn sei es ein überraschendes Ergebnis gewesen: „Ich hatte im Laufe des Wahlkampfes positive Rückmeldungen erhalten.“

Er wisse nicht, wie die weitere Arbeit im Parlament aussieht: „Als Vorsitzender habe ich immer mit allen zusammengearbeitet, um Beschlüsse möglichst einstimmig herbeizuführen“, sagte Dietrich.

SPD-Fraktionsvorsitzender Martin Dippel stellt sich die Frage, „inwieweit sich Rainer Barth aus dem Block der CDU lösen wird“. Barth suchte, so Dippel, noch nie das Gespräch mit den Sozialdemokraten und habe geschickt verstanden, sich als Unabhängiger zu präsentieren. Die Parteien sind Dippels Ansicht nach auf Gemeindeebene zu Unrecht in Verruf geraten.

Dippel gespannt auf das Konzept

Dabei investierte Barth laut Dippel mehr Geld in den Wahlkampf, doch der SPD-Kandidat habe den gleichen Einsatz gezeigt: „Lothar Dietrich hat sich bis zum letzten Tag engagiert.“ Nun ist Martin Dippel gespannt auf das Konzept, das der neue Bürgermeister vorlegen wird, um wie angekündigt Schulden abzubauen.

CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Urbanek war am Tag nach der Wahl guter Stimmung. Wie auch die Sozialdemokraten habe die CDU den Wahlausgang noch nicht genau analysiert. Die Gemeinde Gilserberg werde seit über 30 Jahren von SPD-Bürgermeistern regiert, und „der Mitbewerber hat gesagt, er wolle so weitermachen“, sagte Urbanek. Rainer Barth wurde im Wahlkampf von der CDU unterstützt. „Wir wollten ihm das Gefühl geben, dass er der richtige Kandidat ist“, so Urbanek. Er sei der Ansicht, dass der neue Bürgermeister nicht nur für seine Fraktion, sondern für alle eintreten werde, so Urbanek im Gespräch mit unserer Zeitung.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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