Feuerwehrübung in Habichtswald - nichts für schwache Nerven

Habichtswald. Blut, offene Brüche, stöhnende Verletzte und ein verqualmtes Gebäude: Was sich den Habichtswalder Rettungskräften am Dienstag beim Eintreffen an der Einsatzstelle kurz hinter dem Ortsausgang von Ehlen in Richtung Zierenberg bot, war nichts für schwache Nerven.

Um 18.10 Uhr waren die Wehren von Ehlen und Dörnberg alarmiert worden, dazu ein Rettungswagen des DRK Wolfhagen und des ASB Habichtswald. Gebäudebrand in der Warmetalstraße, gut einen Kilometer außerhalb von Ehlen, teilte die Kasseler Leitstelle mit. Dass es sich um eine Übung handelte, dämmerte den Einsatzkräften erst langsam, dazu hatten die Notfalldarsteller des DRK Kassel ihre drei Schauspieler zu gut präpariert und der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Pascal Kumpies gemeinsam mit den beiden Zugführern Michael Bremerich und Andreas Petersen die Übung zu sorgfältig vorbereitet.

Das Szenario: Bei Schweißarbeiten im Haus gerät das Gebäude in Brand. Ein Verletzter mit Verbrennungen schafft es noch selbst, das Haus zu verlassen, ein zweiter im ersten Stockwerk ist der Weg aus dem Haus durch Flammen versperrt. Eine weitere Person versucht, sich in Sicherheit zu bringen, springt auf der Rückseite des Gebäudes aus dem ersten Stock und verletzt sich dabei schwer.

Fotos:

„Hintergrund der Übung ist“, so Pascal Kumpies, „das Testen der Zusammenarbeit beider Wehren.“ Man wolle die Leistungsfähigkeit überprüfen, sehen, wo es Verbesserungsbedarf gibt, sagte er vor Beginn des Einsatzes.

Nach Abschluss der Übung, zu der Kumpies Wolfhagens Wehrführer Thomas Treschhaus als externen Beobachter eingeladen hatte, wurden die Abläufe analysiert. Das Fazit von Pascal Kumpies: Die Zusammenarbeit der beiden Ortsteilwehren habe gut geklappt, ebenso der Umgang mit den Gerätschaften.

Die Fahrzeugaufstellung hätte besser sein können. „Kumpies: „Wir haben uns ein bisschen im Weg gestanden.“ Optimierungsbedarf habe man auch bei der Kommunikation der Führungskräfte festgestellt. Besser, so der stellvertretende Gemeindebrandinspektor, hätten zudem die Abläufe in Zusammenhang mit der dritten verletzten Person sein können. „Sie zeitnah und patientengerecht zu retten, war dabei die größte Herausforderung.“

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare