Weihnachten ist ein Fest für den Gaumen: Tipps für den Gänsebraten

Köstlich: Servierfertig ist der Gänsebraten samt Beilagen.

Fritzlar. Die Vorfreude auf Weihnachten steigt: Gänsebraten gehört für viele Menschen genauso zum Fest wie der geschmückte Tannenbaum. Hausfrauen und Hobbyköche planen und bereiten sich tagelang auf das Weihnachtsessen vor.

Für viele gibt es nur eins, Gans oder gar nichts. Der in Fritzlar lebende Koch Christoph Brand verrät den HNA-Lesern heute, wie der Braten auf jeden Fall gelingt und zudem gibt er Tipps dafür, worauf man beim Kauf achten sollte.

Bei der Zubereitung verzichtet Christoph Brand auf viel Schnickschnack. „Wir würzen von außen nur mit Pfeffer, Salz und Zucker“, sagt der Chef der Kasseler Fliegenden Köche. Die Gans sei fettig und habe daher einen guten Eigengeschmack. „Den sollte man nicht mit Paprika oder Curry verfälschen“, rät Brand.

Das gelte auch für die Füllung. Äpfel, Zwiebel und Mayoran kommen in die Gans. Und die Innereien schneidet er klein, brät sie an und macht Crostinis daraus.

Kann es kaum erwarten: Für Christoph Brand gehört eine frisch zubereitete Gans zur Weihnachtszeit dazu. Fotos: nh

Zum Gänsebraten geht es bei Brand in der Weihnachtsküche auch ganz traditionell zu. Apfelrotkohl, dazu Kartoffelklöse mit Ahler-Wurst-Füllung. „Das ist ein Essen, dass auch gut zur Region passt“, erklärt er. Getrunken wird dazu ein Wein oder auch ein Bier.

Grundsätzlich gelte, dass eine Gans für vier Personen reiche. Beim Kauf sollten Verbraucher genau auf die Bezeichnung der Ware achten: Oft täuschten nämlich Bilder mit Bauernhöfen oder Bezeichnungen wie „vom Bauernhof“ oder „Landgans“ vor, das Tier stamme aus artgerechter Haltung. „Tatsächlich sagen diese allgemeinen Begriffe nichts über Produktion und Qualität aus.“

Anders ist das bei den gesetzlich geschützten Kennzeichnungen „Freilandhaltung“, „bäuerliche Freilandhaltung“, oder „ökologische Tierhaltung“. Sie stehen für eine artgerechte Aufzucht mit Auslauf. Und Brand warnt: Vorsicht ist geboten, wenn Produkte die Aufschrift „aus Fettleberproduktion“ tragen. „Dann wurden die Tiere gestopft, also zwangsgefüttert.“

Überhaupt rät der Profikoch vom Gänsekauf im Discounter ab und zum Kauf beim Bauern um die Ecke. „Sie sind frischer, wurden nicht weit transportiert und sind über die Felder gelaufen. Weil sie sich mehr bewegen, haben sie ein festeres Fleisch.“

Dann zahlt man fürs Fett

Beim Kauf einer Gans aus Käfighaltung zahle man bis zu acht Euro für das Fett. „Wer mehr Geld für den Gänsebraten ausgibt, wird mit einer viel besseren Qualität belohnt.“ Noch etwas zum Thema Qualität: Reste sollten nicht aufgewärmt werden. „Die Gans wird trocken“, sagt Brand. Und ist der Vogel erst einmal zu trocken, ist es zu spät. Da kann man nichts mehr machen.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare