Weihnachtsgeschäft: Händler im Kreis haben meist gut zu tun

Ist derzeit viel beschäftigt: Modeberaterin Wiebke Dünzebach packt im Melsunger Modehaus Vockeroth laufend Geschenke ein. Foto: Schorn

Schwalm-Eder. Die Geschäftsleute im Schwalm-Eder-Kreis sind mit dem bisherigen Weihnachtsgeschäft weitgehend zufrieden. Wie Vertreter von Einzelhandel und Stadtmanagement erklärten, seien die ersten Adventswochen trotz des schlechten Wetters gut gelaufen.

Die meisten Händler würden ein leichtes Umsatzplus im vergleich zum vergangen Jahr erwarten. Trotzdem rechnen die Geschäftsleute noch einmal mit einem großen Ansturm in der nächsten Woche.

„Erfahrungsgemäß ist die Woche vor Heiligabend die umsatzstärkste“, weiß Anette Schiel, 2. Vorsitzende des Gewerbevereins Ziegenhain in Schwalmstadt. „Dieses Jahr gehen vor allem Accessoires und Winterkleidung“, erzählt die Inhaberin der Modeboutique Fee und fügt hinzu: „Die Leute gönnen sich wieder was für sich selber.“ So würden dieses Jahr besonders viele Männer Dessous für ihre Frauen kaufen.

Die Samstage seien zwar nicht so gut wie noch vor ein paar Jahren, dafür seien die Montage um so stärker. „Das schlechte Wetter kommt uns insoweit zugute, dass die Menschen nicht so viel in die Großstadt zum Einkaufen fahren“, erzählt Anette Schiel.

Auch ihr Kollege Christian Herche, Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins in Treysa, ist „hochzufrieden“, wie er sagt:. „Auch die langen Samstage, an denen wir in der Adventszeit bis 17 Uhr geöffnet haben, werden sehr gut angenommen“, sagt Herche, der ein Schuhgeschäft betreibt.

Recht optimistisch sind auch die Geschäftsleute in Melsungen. „Die Einzelhändler erwarten ein leichtes Plus zum vergangen Jahr“, berichtet Stadtmanagerin Daniela Sperling: „Die Käufer scheinen etwas optimistischer zu sein.“ Neuerdings würden die die Verbraucher auch vermehrt ihr Augenmerk auf energiesparende Elektroartikel richten, sagt sie.

„Wir dachten, mit dem kalten Schneewetter bricht das Weihnachtsgeschäft ein“, erzählt Simone Bachmann vom Melsunger Modehaus Vockeroth. Aber: „Das Gegenteil ist der Fall“, freut sie sich. Seit Mitte November hätte das Weihnachtsgeschäft eingesetzt, und natürlich hoffe man auch noch einmal auf die nächste Woche. „Und auch das Gutscheingeschäft läuft bombastisch“, erzählt Bachmann.

Unterschiedlich verläuft dagegen das Weihnachtsgeschäft bisher in Homberg und Fritzlar. „Bei den Geschäften mit warmer Kleidung und Schuhen im Angebot sowie Firmen, die Jubiläen feiern, läuft es gut“, meint Meik Ebert, Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins Homberg. Insgesamt würden die Einzelhändler auch dort ein leichtes Plus zum Vorjahr erwarten. Ebert: „In Homberg spürt man das Weihnachtsgeschäft auch schon seit Mitte November.“

Das scheint in Fritzlar anders. „Die Geschäftsleute meinen, dass in Fritzlar das Weihnachtsgeschäft später als sonst angefangen habe“, sagt Ingrid Pützm Geschäftsführerin des Stadtmarketings: „Die Stimmung ist durchwachsen. Bei Bekleidungsgeschäften läuft es wegen dem Wetter gut, im Buchhandel etwas schlechter.“ Hintergrund

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare