Stadtfest in Borken lockte tausende Besucher

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Gut besucht: Das Stadtfest in Borken

Borken. Jubel, Trubel, Feierlaune: Tausende Besucher kamen am Wochenende nach Borken, um das Stadtfest zu feiern. Drei Tage lang ging es in Borken hoch her - auch heute wird noch gefeiert.

Die Gäste schlenderten am Samstag über die neu sanierte Bahnhofstraße, die zum Stadtfest zur Flanier- und Flohmarktmeile wurde. Mit vielen Ständen und teils ungewöhnlichen Stücken lockten die Aussteller die Gäste. Mit dabei Christina Ludwig aus Oberurff. Sie bot unter anderem Trachtenbekleidung an: Lederhose, Trachtenjanker und Haferlschuhe. Die junge Frau ist auf vielen Flohmärkten unterwegs, wie sie sagt, kauft und verkauft. Die Sachen, die sie in Borken anbot, stammten aus den eigenen Kleiderschränken, sagte sie. Aber sie stöberte auch an anderen Ständen, wo sie nach Büchern, Spielsachen oder Bekleidung für Kinder Ausschau hielt.

Flohmarkt-Premiere 

Melanie Brauer aus Borken war hauptsächlich mit Kindersachen dabei. Tochter Janina und Sohn Tom hatten zuvor ihre Zimmer aufgeräumt und wollten mit dem Erlös das Taschengeld aufbessern. Für die drei war es eine Flohmarktpremiere.

Mit dem Verkaufserlös von frischen Waffeln möglichst viel Spendengeld zu erhalten, war das Ziel von Pfarrer Matthias Kämpfer und den Förderkreismitgliedern der Stadtkirche. Bis zum 20. November wollen sie insgesamt 19 000 Euro sammeln, die dann von der Stiftung Kirchenerhalt verdoppelt wird. Natürlich soll das Geld nicht nur durch Waffelverkauf erzielt werden, das Team um Kämpfer hatte bereits weitere Aktionen angeboten.

Stadtfest in Borken lockte tausende Besucher

Ein Grund dafür, warum der Borkener Straßenflohmarkt auch bei den Ausstellern so gut ankommt ist, dass kein Standgeld erhoben wird. Darüber freute sich auch Anette Nebe, die mit gickel-bunten Möbelknöpfen auf Interessenten wartete. Wahre Flohmarktprofis sind Ingrid Goßmann aus Vellmar und Jan Urff aus Oberurff. Die beiden boten diverse Porzellanartikel an und besuchen Märkte in ganz Nordhessen, stöbern aber auch gern im Bereich Haushalts- und Handwerksartikel. Nach Borken kamen sie, weil der Flohmarkt sehr gut besucht wird und einen guten Ruf hat, verrieten sie. Aber ganz wichtig sei der Spaß an der Flohmarkt-Freude, betonten sie.

Vergangene Epoche 

Aus einer längst vergangenen Epoche sind die alten Werkzeuge von Mudni Momo aus Lippe in Westfalen. Im Zeitalter von Smartphone und Tablet-PC bot er Werkzeug und Kleinteile an, wie sie wohl viele in Schubladen im Keller oder der Garage aufbewahrt - und das wohl auch so unsortiert wie sie der Westfale anbot. Der Zeit voraus war Bianca Diehl aus Borken. Während der Gatte mit seinen Feuerwehrkameraden schwitzend am Grill stand und die Besucher mit Steak und Bratwurst versorgte, bot sie weihnachtliche Dinge mit Weihnachtsmann und Co an. Auch einige dieser Stücke fanden ihre Käufer, schließlich ist in 77 Tagen schon der erste Advent.

Los ging das dreitägige Fest bereits am Freitagabend mit einem Lampionumzug. Musikalisch startete das Stadtfest mit der Band Rock Machine. Die Altrocker um Ulf Gottschalk brachten schon nach den ersten Stücken das Publikum im vollen Festzelt am Stadtpark in Partystimmung.

Quelle: HNA

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