Martin Lüker teilte mit Kulturladen-Publikum seine Liebe zu Nana Mouskouri

Eine etwas andere Hommage an eine große Künstlerin: Martin Lüker begeisterte mit „Lüker miez Mouskouri“ im Kulturladen. Foto: Hoffmann

Wolfhagen. Weiße Rosen stehen für Unschuld, Reinheit und Treue. Insbesondere dann, wenn sie aus Athen kommen. Da ist sich Martin Lüker sicher und lässt die Besucher am Sonntagabend im fast ausverkauften Kulturladen auch gleich wissen, wem er seit vielen Jahren die Treue hält: Nana Mouskouri, die die weißen Rosen mit ihrem Evergreen zum Kultgewächs gemacht hat.

Lükers neue Soloshow soll sich, wie er selbst sagt, voll und ganz um die schwarzbebrillte Chanteuse aus Griechenland drehen, um deren pralles Leben, Musik, viel Satire und allerlei Beklopptes. Abgesehen von einigen wenigen flachen Witzen, gibt es dann nicht viel, was den Stempel „bekloppt“ wirklich verdient hätte, dafür umso mehr, was einfach Spaß macht und das Zwerchfell strapaziert.

Es sind die Anekdoten und Abenteuer, die Lüker und Mouskouri vermeintlich verbinden. Das erste Treffen während einer Klassenfahrt etwa, er war 17, sie 33 … Jahre älter. Von da an war es um ihn geschehen, das Mouskouri-Licht leuchtet bis heute in ihm, ganz tief, sogar bis hinein in seine Träume. Lüker teilt seine Erlebnisse derart ehrlich mit seinen Zuschauern, dass man fast glauben mag, sie seien tatsächlich passiert. Er gewährt Einblicke in sein Leben, schafft es, Gemeinsamkeiten zwischen seinem heißgeliebten Bienenstich und der angebeteten Sängerin herzustellen. Das erklärt er anhand des ostwestfälischen Kreislaufes: Geburt – Schützenfest – Beerdigung. Bei diesen Anlässen komme man um das süße Gebäck nicht herum, vor allem bei letzterem, so, wie man in Griechenland nicht um Nana Mouskouri herumkommt.

Um ihre Musik kommt „Lüker miez Mouskouri“, so der Titel des Programms, dann auch nicht herum, wobei die Rosen nicht mehr zwangsläufig aus Athen kommen müssen, sondern auch mal gerne aus Arsen sind. Der „Akropolis adieu“ sagen, das muss man beim munteren Zapping durch ein Medley aus griechischen und deutschen 70er-Jahre-Hits, weil die Rosen verblüht sind. Doch dass dies passieren wird, ist so unwahrscheinlich, wie die Anekdoten über die gemeinsamen Erlebnisse von Lükers und Mouskouri wirklich sind. (zhf)

Quelle: HNA

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