Zwischen Kirchberg und Riede brannte das Wohnhaus der Weißenthalmühle ab

Weißenthalsmühle bei Niedenstein: Brand zerstört Wohnhaus

Niedenstein. An der Weißenthalsmühle bei Kirchberg hat es erneut gebrannt. In der Nacht zu Sonntag zerstörte ein Feuer das Wohnhaus gegenüber des beliebten Ausflugslokals. Verletzt wurde niemand. Das Haus ist allerdings unbewohnbar.

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Ein Schaden in Höhe von 140 000 Euro steht im Raum. Die Kripo Homberg hat die Ermittlung übernommen. Aussagen zu einer möglichen Brandursache gibt es noch nicht. 55 Feuerwehrleute der Wehren aus Kirchberg, Wichdorf, Niedenstein, Ermetheis und Metze waren im Einsatz. „Wir wurden gegen 18.30 Uhr alarmiert“, sagt Einsatzleiter und Stadtbrandinspektor Andreas Schäfer.

Aktualisiert um 14.50 Uhr

Als die Feuerwehr an dem Wohnhaus ankam, stand dieses bereits komplett in Flammen. „Wir hätten niemals mehr hinein gelangen können. Wir wussten allerdings nicht, ob sich noch jemand in dem Haus befindet“, sagt Schäfer. Es habe fast eine Stunde gedauert bis man diese wichtige Information erhalten habe.

Weißenthalsmühle bei Niedenstein: Wohnhaus bei Brand total zerstört

Die Eigentümer seien aber schließlich telefonisch erreicht worden. Ein Löscheinsatz bei unter zehn Grad minus stelle eine besondere Herausforderung dar. Der Sprühnebel gefriere in der Luft und überziehe alles mit einem dünnem Eispanzer. „Das Löschwasser gefriert außerdem auf dem Boden. Das hat unsere Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt“, sagt Schäfer. Gegen 23.45 Uhr habe man den Brand aber gelöscht gehabt. Der Malteserhilfsdienst aus Fritzlar versorgte die nassen und durchgefrorenen Feuerwehrleute mit heißen Getränken. Im März 2008 war bereits das Ausflugslokal bei einem Brand zerstört worden. Erst im Frühjahr dieses Jahres hatte das Betreiberpärchen das Lokal wieder eröffnet. Zum Betrieb gehört auch ein Campingplatz.

Von Peter Zerhau und Damai D. Dewert

Chronik

Die Weißenthalsmühle ist in den Jahren vor 1556 durch die Junker Hund zu Kirchberg erbaut worden. Die Dorfschaft Kirchberg hatte in den Jahren danach auf Abriss der Mühle geklagt. Sie blieb aber stehen. Den Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) überdauerte die Mühle. Der erste Thalmüller wurde 1720 erwähnt. Die Müller wechselten bis 1948, dann endete der Betrieb. Später erwarb ein Dr. Wöhler das Anwesen, und der damalige Ministerpräsident Dr. Georg- August Zinn baute sich ein Wochenendhaus. 1996 erwarb das Anwesen das Ehepaar Eddicks. Es eröffnete auch den Campingplatz. Die jetzigen Eigentümer sind Volker Günther und Corinna Schulze. (ddd)

Quelle: HNA

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