HNA-Wanderung: Teilnehmer erkundeten Rundweg um den Schönberg

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Bank mit Aussicht: In alle Richtungen hatten die Wanderer am Samstag eine wunderbare Fernsicht.

Schrecksbach. Bis zur Reformation war die Kapelle Schönberg ein viel besuchtes Wallfahrtsziel – lag die Kirche doch unmittelbar an einer Fernhandelsstraße. Bis heute ragt die Kapelle mit ihrer Erhabenheit auf einem steil ansteigenden Basaltkegel über das Schwalmtal hinweg.

Auf kulturgeschichtlichen Spuren wandelten am Samstag auch die 50 Teilnehmer der HNA-Wanderung rund um den Schönberg. Wanderführer Günter Jäckel lenkte die Gruppe durch die Felder und Wiesen, Start war in Schrecksbach. Gut dreieinhalb Stunden hatten die Experten vom Knüllgebirgsverein, Zweigverein Schrecksbach, für die 12 Kilometer lange Strecke eingeplant. Ziel war der Rundwanderweg S1.

Bei wunderschönem Sommerwetter und einer angenehm leichten Brise gingen die Läufer auf Tour. Ausgestattet mit Stöcken, die Köpfe gut behütet und mit einer ordentlichen Brotzeit im Rucksack erkundeten die Wanderer das Schwalmtal.

Vom Friedhof umgeben

Nach drei Kilometern erreichte die Gruppe die Kapelle Schönberg: Hier wartete schon Gerhard Dickel vom Förderverein Schönberg, der den Wanderern Wissenswertes über den mehr als 1000 Jahre alten Saalbau berichtete. Insbesondere die Fenster ließen Rückschlüsse darauf zu, wie und wann an der Kapelle gebaut wurde. Viel zu erzählen hätten auch die Grabsteine, denn die Kirche sei von einem alten Friedhof umgeben, erklärte Dickel.

Und so genossen die Wanderer nicht nur den fantastischen Weitblick, sondern auch spannende Einblicke in die Kulturgeschichte: Teilnehmerin Anna Katharina Jäckel aus Schrecksbach studierte die Inschriften der Grabsteine im Detail. Sie fand: „Die Kapelle ist ein wunderbarer Ort, um zu heiraten.“ Sie selbst sei den Weg hinauf zur Kapelle schon oft gegangen. „Aber der Ort hat immer wieder etwas Faszinierendes.“ Auch Gudrun Friedrich und Anneliese Steinbrecher kannten die Gegend: „Viele Details über die Kapelle haben wir nicht gewusst. Und das Wandern in der Gruppe macht Spaß“, sagten die Damen. Sie empfahlen: „Am schönsten ist es auf dem Schönberg an Silvester.“ Auch Wanderführer Matthias Hucke aus Homberg war begeistert: „Ich komme auf jeden Fall nochmal mit den Kindern wieder.“

Fotos von der Wanderung

HNA-Wanderung rund um den Schönberg

Nach einer kurzen Rast rüstete sich die Truppe zur nächsten Etappe. Es ging zum Burgküppel – dem ehemaligen Standort einer Turmhügelburg. Erläutert wurde die Anlage von Konrad Selentschik. Am frühen Nachmittag klang die Wanderung am Rotkäppchenhaus gesellig bei Würstchen, Kuchen und Getränken aus.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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