Stadtverordnete beschließen einstimmig Rückgabe des Landes-Förderbescheids

Aus für Wellnessbereich

NAUMBURG. Die geplante Einrichtung eines Sauna- und Wellnessbereichs im Naumburger Freibad ist zu den Akten gelegt. In ihrer Sitzung am Donnerstagabend beschloss die Stadtverordnetenversammlung einstimmig, den Förderbescheid des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung vom 14. Dezember 2006 in Höhe von 367 200 Euro zurückzugeben.

Zur Vorgeschichte: In ihrer Sitzung im Juli 2005 segneten die Naumburger Stadtverordneten ab, neben der Gastronomie auch einen Sauna- und Wellnessbereich im Freibad zu planen. Im September 2005 wurde ein entsprechender Förderantrag beim zuständigen Ministerium gestellt, der mit besagten 367 000 Euro im Dezember 2006 bewilligt im Rathaus vorlag.

1,5 Millionen Gesamtkosten

Damals wurde von Gesamtbaukosten von 710 000 Euro ausgegangen. Wobei schon 2007 Planungskosten von 29 000 Euro nicht abgerufen wurden. Im November 2007 ermittelte das Fachbüro BKM Freizeitbäder (Karben) noch einmal überschlägig die Baukosten, die für das Vorhaben Investitionskosten von rund 1,5 Millionen Euro schätzte.

Übertragung nicht möglich

Mit einem Schreiben vom 1. Oktober 2009 teilte nun die Wirtschafts- und Strukturbank Hessen der Stadt Naumburg mit, dass das für 2009 in Aussicht gestellte Fördergeld von 338 200 bis zum 16. November 2009 abgerufen werden muss. Eine Übertragung in das Haushaltsjahr 2010 ist aller Voraussicht nach nicht möglich. In der den Parlamentariern vorgelegten Beschlussvorlage wird vom Magistrat darauf hingewiesen, dass in Anbetracht der angespannten Haushaltssituation der Stadt Naumburg das Projekt bei einem zu erwartenden städtischen Investitionskostenanteil in Höhe von etwa 1,16 Millionen Euro nicht weiter verfolgt werden kann.

Deshalb die einstimmige Stadtverordnetenentscheidung, die im Zuwendungsbescheid festgelegten Mittel nicht abzurufen und das Projekt auf Eis zu legen. (zih)

Quelle: HNA

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