TV-Anwalt Christopher Posch sprach beim FDP-Neujahrsempfang in Felsberg

Welpen, Feuer und der Knast

Ahle Wurscht und Böddiger Berg: Fraktionschef Werner Rippel (links) und FDP-Stadtverbandsvorsitzender Michael Maaß bedanken sich bei Christopher Posch (Mitte) für einen unterhaltsamen Abend beim FDP-Neujahrsempfang im Bürgersaal. Foto: Schaake

Felsberg. Spannende Unterhaltung fernab großer Weltpolitik: Christopher Posch (37) hätte man beim Neujahrsempfang der FDP Felsberg am Samstag im vollbesetzten Bürgersaal noch eine Stunde länger zuhören können.

Der Schauspieler und Rechtsanwalt schilderte, wie er mit seinen RTL-Sendungen schon ungezählten Menschen zu ihrem Recht verhalf. Und wie kam es dazu? „Es musste jemand her, der blond war. Es war ein Glücksmoment, als man mich nahm.“

Oft genug habe er es mit sehr verzweifelten Menschen zu tun. Ohne die Möglichkeit Fernsehen hätte man viele Erfolge nicht erzielen können, sagt er. Er half einer Familie, die bei einer Frau in Thüringen einen Welpen gekauft hatte. Das Tier wurde sehr schnell krank. Die Ermittlungen ergaben, dass die Züchterin mit gefälschten Papieren arbeitete und gar keine Zuchtgenehmigung hatte. „Internationaler Welpenhandel ist was ganz Fürchterliches“, sagt Posch.

„Ich wollte immer Rechtsanwalt werden“, erzählte er. Und er habe immer gearbeitet, während des Studiums zum Beispiel als Türsteher. Es sei wichtig, auf eigenen Beinen zu stehen. Abschreckend seien für ihn Politiker, „die noch keine Mark verdient haben und nur von der Politik abhängig sind“. Posch ist auch Miteigentümer des Hotels, das im ehemaligen Kasseler Untersuchungshaftgefängnis Elwe entstand. Für Heiterkeit sorgte seine Feststellung, dass man dort erst einmal Fluchtwege bauen musste. Zur documenta kamen fast 10 000 Gäste. Zum Hessentag ist das Hotel wieder offen.

Vorbilder für ihn seien sein Vater Dieter sowie die Rechtsanwälte Werner Rippel und Horst Goetjes gewesen, ließ der TV-Anwalt seine Zuhörer wissen. Poschs Vater, der langjährige Minister und jetzige Landtagsabgeordnete Dieter Posch, nahm zur Diskussion um Leihstimmen Stellung, und FDP-Stadtverbandsvorsitzender Michael Maaß scherzte: „Wer möchte, der mag seine Erststimme der CDU leihen“.

Von Manfred Schaake

Quelle: HNA

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