Ausbildung bei Amt im Landkreis attraktiv – Es besteht eine Übernahmegarantie

In der Welt der Finanzen

Interesse an Ausbildung: Jasmin Schmidt koordiniert die Ausbildung – sie ist auch Ansprechpartnerin für Paraktikanten wie von links Nadja Keim (17) aus Wabern, Diana Derksen (15) aus Harle und Mareen Schalles (15). Foto: Dewert

Schwalm-Eder. Mareen Schalles könnte sich eine Ausbildung beim Finanzamt gut vorstellen. Sollte sie genommen werden, würde sie nach ihrer Lehrzeit übernommen. „Garantiert“, sagt Alexander Porst, stellvertretender Amtsleiter in Fritzlar.

Die 15-jährige Jahrespraktikantin schnuppert derzeit in die Welt von Zahlen und Steuererklärungen hinein und ihr „gefällt es sehr gut“. „So trocken wie viele meinen, geht es bei uns gar nicht zu“, sagt Walter Mombrei, Sachgebietsleiter Ausbildung.

Eine Ausbildung bei den Finanzämtern in Hessen sei so attraktiv wie nie. Seit der Regionalisierung der Ämter würden die Ausgelernten am Heimatort eingesetzt und müssten nicht wie früher Amtshilfe in Südhessen leisten, sagt Porst. Die praktischen Erfahrungen sammeln die Auszubildenden in Fritzlar, Melsungen und Ziegenhain, den drei Außenstellen im Schwalm-Eder-Kreis.

Internat in Rotenburg

„Der theoretische Unterricht findet in Rotenburg an der Fulda statt“, sagt Jasmin Schmidt, die die Ausbildung im Schwalm-Eder-Kreis koordiniert. Mehr als 400 junge Menschen aus Hessen lernen dort, wie man die Steuergesetze richtig anwendet. • Für Abiturienten steht der Weg in den Gehobenen Dienst offen. Sie absolvieren ein dreijähriges duales Studium. Am Ende dürfen sie sich Diplom-Finanzwirt nennen. Während des Studiums gibt es bereits 950 Euro Gehalt (brutto).

• 50 Euro weniger gibt es während der Ausbildung zum Finanzwirt. Voraussetzung für die zweijährige Ausbildung im Mittleren Dienst ist ein Realschulabschluss. „Die Laufbahnen sind durchlässig“, sagt Porst. Man könne sowohl vom Mittleren in den Gehobenen als auch vom Gehobenen in den Höheren Dienst aufsteigen. Karrierechancen seien viele vorhanden.

Quereinsteiger willkommen

Derzeit absolvieren 14 Menschen eine Ausbildung im Landkreis. Die läuft ab, wie man es aus anderen Unternehmen und Behörden kennt. Die jungen Menschen durchlaufen verschiedene Abteilungen für die praktischen Kenntnisse. Der theoretische Teil in Rotenburg findet im Block statt. Das Besondere: Es gibt einen Internatsbetrieb. Wer möchte, kann dort wohnen.

Auch Quereinsteiger sind willkommen. Bestes Beispiel ist Jasmin Schmidt: Die 28-Jährige absolvierte in Marburg eine Ausbildung zur Bankkauffrau. Wegen fehlender beruflicher Perspektiven bewarb sie sich in Fritzlar und wurde genommen. Es gibt eine Altersbeschränkung, die liegt aber bei 35 Jahren. • Kontakt: Finanzamt, Tel. 05622/8050

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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