Wolfhagen, Bad Emstal und Zierenberg belegen Spitzenplatz

Nur wenig Jugendliche ohne Schulabschluss

Wolfhager Land. Im Vergleich mit anderen Regionen gibt es im Kreis Kassel sehr wenig Schulabgänger ohne Abschluss. Dies geht aus einer Studie der Caritas hervor. Die Zahl sank von 5,5 Prozent in 2009 auf 3,6 Prozent im Jahr 2011.

Bei Förder- und Sonderschülern waren es sogar nur 3,4 Prozent. Im Bundesdurchschnitt lag die Quote bei 5,8 Prozent (2009: 7,2 Prozent). Sachsen-Anhalt und Mecklenburg Vorpommern erreichen fast zwölf Prozent.

Laut der Schulleiterin der Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule, Rita Schmidt-Schales, belegten die Schulen in Wolfhagen, Bad Emstal und Zierenberg sogar landesweit einen Spitzenplatz bei erfolgreichem Erwerb des Hauptschulabschlusses. Ein Erfolgsgarant sei die sogenannte Schubklasse. Schub steht für Schule und Betrieb. Bei dieser Form der Hauptschule gehen die Jugendlichen drei Tage zur Schule und zwei Tage in den Betrieb. Damit hole man viele Schüler aus einer Motivationskrise. Sie erhielten im Arbeitsleben eine andere Bestätigung und hätten nach der Schule gute Chancen auf eine Übernahme. In der Filchner-Schule werde außerdem viel Wert auf individuelle Förderung der Hauptschüler gelegt.

Ein Grund für den Rückgang der Schulabbrecher-Quote sieht Helga Dietrich, Leiterin des Schulamtes Kassel, in der Verknüpfung von Berufsberatung und Unterricht. „Da greift auch die Strategie zur Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule-Beruf (OloV)“, sagt Dietrich. An den Schulen im Kreis habe der Bereich Berufsorientierung hohen Stellenwert. An vielen Schulen würden Praktika, Bewerbungstraining und Jobcoaching angeboten.

In der Förderschule profitierten die Schüler durch Beschulung in Kleingruppen, sagt die Leiterin der Förderschule, Roswitha Bohl-Bleil. Außerdem erhielten Schüler ohne Abschluss eine zweite Chance auf einen Hauptschulabschluss in der Berufsschule.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare