Die Sicherheit ihrer Kinder ist den Eltern meist deutlich mehr wert als die eigene

Nur wenige ohne Gurt

Gut gesichert, gut geschützt: Dem Alter und der Größe des Kindes müssen die Sitze entsprechen – und sie müssen genutzt werden. Foto:  dpa

Schwalm-Eder. Fast jedes dritte Kind unter zwölf Jahren ist im Auto nicht altersentsprechend gesichert. Das hat der ADAC bei einer Überprüfung in elf Bundesländern und bei 2325 Kindern herausgefunden. Gehen Eltern im Schwalm-Eder-Kreis ähnlich sorglos mit ihrem Nachwuchs um?

Ein klares Nein sagt dazu Dirk Daniel, Leiter des Verkehrsdienstes bei der Polizeidirektion Schwalm-Eder. Das haben Kontrollen der Polizei im Landkreis ergeben. Nur etwa drei Prozent der Kinder seien nicht oder nicht richtig im Auto gesichert. „Bei über 200 kontrollierten Autos wurden nur sechs Verstöße gegen die Kindersicherung festgestellt“, sagt Daniel.

„Bei über 200 kontrollierten Autos wurden nur sechs Verstöße gegen die Kindersicherung festgestellt.“

Dirk Daniel, Leiter des Verkehrsdienstes

Während die Erwachsenen bei den Kindern also recht sicherheitsbewusst sind, sieht es bei ihnen selbst nicht so gut aus. Immerhin fielen zehn Prozent von ihnen auf, weil sie unangeschnallt unterwegs waren.

Es gebe auch keine gravierenden Unterschiede zu Kontrollen in vergangenen Jahren. Die Polizei überpüfe die Einhaltung der Anschnallpflicht sowohl gezielt bei größeren Aktionen, etwa wenn die Schule nach den Ferien wieder beginne. „Das machen wir seit über 20 Jahren“, sagt Daniel. Daneben gebe es auch kleinere Kontrollen und die routinemäßigen durch die Polizeistreifen.

Bei den Kontrollen fielen aber Kindersitze auf, die nicht mehr der gültigen Norm entsprechen, die mit 03 oder 04 endet. Die alten Sitzen waren mit 01 oder 02 gekennzeichnet, erklärt Dirk Daniel.

Eine Statistik darüber, ob Kinder und Erwachsene angeschnallt waren, wenn es zu einem Unfall kommt, gebe es in Hessen nicht.

Von Brigitte Müller-Neumann

Quelle: HNA

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