Ein ganzer Ort hofft auf den Sieg

Wenigenhasungen präsentiert sich beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"

+
Ort und Menschen kennengelernt: Rund 50 Wenigenhasunger begleiteten die Jurymitglieder am Donnerstagnachmittag auf ihrem Bewertungsstreifzug durch den Wolfhager Stadtteil, der unter anderem auch zum TSV und seinen Schachspielern am Dorfgemeinschaftshaus führte. 

Wenigenhasungen. Gerd Meyer und viele Mitstreiter präsentierten sich der Jury des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“. Er stelle den 480-Seelen-Ort von seiner schönsten Seite vor.

Im Regionalentscheid auf dem zweiten Platz gelandet, sind der Fördervereinsvorsitzende und seine Kollegen bestens vorbereitet, um auch auf Landesebene kräftig zu punkten und dafür der Wettbewerbsjury während eines Rundgangs durch den Wolfhager Stadtteil allerlei Projekte vorzustellen. Und das sind einige, denn seit dem letzten Jurybesuch zum Regionalentscheid im Juni vergangenen Jahres hat sich allerhand getan.

Begrüßten die Jurymitglieder in Wenigenhasunger Mundart: Erna und Soffi alias Jessica Kaiser (links) und Sarah Pflüger.

„Unter anderem haben wir unseren Jugendraum ins Programm mit aufgenommen und die dort aktiven Jungen und Mädchen gebeten, das Treppenhaus mit Graffitis zu verschönern“, sagt Meyer, der den Gästen aus allen Teilen Hessens voller Stolz das farbenfrohe Ergebnis präsentiert. In den lichtdurchfluteten Räumen im Obergeschoss des Dorfgemeinschaftshaus fühlt sich nicht nur die Dorfjugend wohl, sondern auch die Mitglieder des Komitees, die es sich aber nur kurz in den alten Ledersofas gemütlich machen dürfen.

Ein Blick von Meyer in Richtung Ortsvorsteher Robert Schwarz genügt, damit der freundlich aber bestimmt zum Weitermarsch auffordert.

Zahlreiche Stationen

Es stehen schließlich noch zahlreiche Stationen mehr auf dem Programm, unter anderem eine zur Ausleihbücherei umfunktionierte Telefonzelle nur wenige Meter entfernt, die Hochzeits- und Babywiese, auf der für jedes frischvermählte Paar und jedes neugeborene Kind ein Baum gepflanzt wird, und eine neue Bank an der Kirche, die zum gemütlichen Verweilen einlädt.

Wo die Jurymitglieder von Meyer, Schwarz und Co. auch hingeführt werden, warten nicht nur umfangreiche Informationen zum jeweiligen Projekt, sondern auch immer wieder Bürger, die den Besuchern beinahe euphorisch berichten, was ihr schönes Wenigenhasungen so lebenswert macht.

Rund 50 Bürger begleiteten die Jurymitglieder beim Rundgang durchs Dorf, der sie auch zu Imkerin Leontine Schwarz (Foto) führte, die zur Freude aller zahlreiche Grünflächen in kunterbunte Blütenwiesen verwandelt hat.

Auch Leontine Schwarz lernen sie kennen, die seit zehn Jahren hier wohnt und einen großen Anteil daran hat, dass es im kleinen Ort an allen Ecken und Enden blüht. Die Imkerin hat es sich zur Aufgabe gemacht, karge Grünstreifen in farbenfrohe Blütenwiesen zu verwandeln – „für meine Bienen und für alle Wenigenhasunger, die sich so Tag für Tag an den Blumen erfreuen können“, sagt Schwarz.

Ihr Engagement wird von den Kommissionsmitgliedern auch direkt in den Bewertungsbögen vermerkt und mit der Kamera festgehalten.

Ob es am Ende die entscheidenden Punkte einbringen wird, um aus den 18 Finalisten an die Spitze gewählt zu werden, das soll am 15. Juni bekanntgegeben werden. Bis dahin heißt es nun: Warten und Daumendrücken.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare