Weniger Besucher: Selbsthilfegruppen stellten sich vor

Gespräche und Austausch beim Tag der Selbsthilfegruppen in Borken: Unser Foto zeigt (unten links) Monika Koch von der neu gegründeten Gruppe „Gemeinsam leichter“. Sie beantwortete Fragen der Eheleute Annette und Klaus Schulze. Gerlinde Scheele aus Borken (oben rechts) besorgte sich für zwei Freundinnen Informationen bei Gisela Tirpitz von der Frauenselbsthilfe nach Krebs. Unser Foto unten rechts zeigt (von links) beim Blutzuckermessen Jutta Christ-Seitz, Karen Grunewald und Gabi Klinger am Stand der Diabetes Selbsthilfe Nordhessen. Oben links ist die zehnjährige Marie Weber an so genannten Fühlboxen zu sehen. Fotos: Zirzow

Borken. Geringeres Interesse und acht Informationsstände weniger als im Vorjahr: So lautete die Bilanz der Initiatoren des Aktionstages der Selbsthilfegruppen im Bürgerhaus Borken.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Homberger Psychosozialen Zentrum Schwalm-Eder-Nord (PSZ), zu dem auch die Einrichtung KISS gehört. Das ist die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen im Schwalm-Eder-Kreis.

In den Selbsthilfegruppen organisieren sich Menschen, die mit gleicher Krankheit, Behinderung oder Suchtproblematik zusammenkommen, um sich gegenseitig zu informieren, zu ermutigen und zu helfen.

Das taten beispielsweise auch Erika und Helmut Becker aus Gombeth bis vor vier Jahren in der Borkener Selbsthilfegruppe Diabetiker, die jedoch wegen Mitgliedermangels aufgelöst werden musste.

Das Ehepaar, beide spritzen Insulin, informierte sich in Borken über neue Erkenntnisse zu der Zivilisationskrankheit und traf bei seinem Rundgang auch auf die neu gegründete Selbsthilfegruppe „Gemeinsam leichter“. Dort informierte Monika Koch über die Probleme von übergewichtigen Menschen und die Möglichkeiten, gemeinsam leichter zu werden. Die Gruppe ist zu erreichen unter Tel. 05682-9244.

Infos an 17 Ständen

An 17 Ständen wurde unter anderem über Suchtkrankenhilfe, Schlafstörungen, Kinderhospiz, Leukämie und Lymphom, psychische und psychosomatische Probleme, Hilfe für behinderte Kinder, Unterstützung bei Krebserkrankungen und Erkrankungen in Verbindung mit Asbest informiert. Der Geschäftsführer des Psychosozialen Zentrum Schwalm-Eder-Nord (PSZ), Karl-Otto Cyriax, brachte das eher geringe Interesse auch mit der Tatsache in Verbindung, dass viele, vor allem junge Menschen ihre Informationen aus dem Internet beziehen.

Dennoch blicke er mit Optimismus nach vorne. Mit einem geänderten Konzept solle 2016 versucht werden, wieder zumindest ebenso viele Besucher wie im vergangenen Jahr für die Veranstaltung zu interessieren.

• Kontakt zu KISS: 05681-9327211 oder kiss@psz-sen.de

Von Rainer Zirzow

Quelle: HNA

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