Zahl der Temposünder ist zurückgegangen 

Weniger Geld von Rasern für Kommunen im Schwalm-Eder-Kreis

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Blitzgerät: Die Kommunen im Schwalm-Eder-Kreis geben mehr Geld für Verkehrskontrollen aus, als sie durch Bußgelder einnehmen. 

Schwalm-Eder. Die Kommunen im Schwalm-Eder-Kreis kassieren immer weniger Geld von Temposündern. Der Ordnungsbehördenbezirk (OBB) Melsungen stellte im vergangenen Jahr 13.802 Verkehrsvergehen fest, rund 2000 weniger als in den Jahren zuvor. Diesen Trend bestätigen auch der OBB Borken, zu dem Schwalmstadt gehört, und die Stadt Homberg.

Viele der erwischten Autofahrer wurden verwarnt und mussten für ihr zu hohes Tempo (bis zu 20 Stundenkilometer über der erlaubten Geschwindigkeit) maximal 50 Euro Verwarngeld bezahlen. Zehn Prozent der Fahrer im OBB Melsungen leisteten sich schwerere Verstöße – sie waren also noch schneller unterwegs oder missachteten etwa das Handy- oder Durchfahrtverbot. Diese Bußgeld-Verfahren werden an das Regierungspräsidium (RP) Kassel weitergeleitet, der OBB erhalte für seine Ermittlungen 40 Prozent des Erlöses, sagt Roland Schmidt, Leiter des für die Koordination zuständigen Melsunger Ordnungsamts.

Das bei den Rasern kassierte Geld bleibt in erster Linie bei den Behörden. Sie sollen sich selbst finanzieren, die vergangenen Jahre klappte das nicht: Einen Überschuss gab es im OBB Melsungen zuletzt 2013. Den 2016 eingenommenen 269.000 Euro standen Ausgaben in Höhe von 296.000 Euro gegenüber. Was auch daran liege, dass zwei stationäre Messgeräte ersetzt werden mussten, so Schmidt.

In Borken können Einnahmen in die Kommunen zurückfließen. „Einen Überschuss hatten wir seit fünf Jahren nicht“, sagt Frank Schröder vom Ordnungsamt Borken, „mit dem Blitzen werden keine Millionen verdient.“

Wenn Autofahrer an sensiblen Stellen auf die Bremse treten, sei das Ziel der Kontrollen erreicht. So sieht es auch Melsungens Bürgermeister Markus Boucsein: „Beim Blitzen gibt es einen Gewöhnungseffekt.“ Mit der Zeit ertappe man weniger Raser. 

Quelle: HNA

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