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Weniger Jobsuchende und mehr freie Stellen: Quote bei 3,7 Prozent

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Von: Monika Wüllner

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In allen Bereichen gesucht: Fachkräfte werden am Arbeitsmarkt dringend benötigt.
In allen Bereichen gesucht: Fachkräfte werden am Arbeitsmarkt dringend benötigt. © Julian Stratenschulte

Die Anzahl der Langzeitarbeitslosen hat sich verringert, der Fachkraftmangel ist weiterhin ein großes Problem: das zeigt ein Blick auf den aktuellen Arbeitsmarkt.

Wolfhager Land – Der Arbeitsmarkt lässt im Frühling weiterhin hoffen. Die Quote im Wolfhager Land hat sich seit Jahresbeginn bei 3,7 Prozent eingependelt.

Insgesamt setze eine deutliche Belebung am nordhessischen Arbeitsmarkt ein, wie Agenturleiter Detlef Hesse berichtet.

Weniger Arbeitslose im März zeige der Monats- und Jahresvergleich. Zeitgleich wachse die Zahl der offenen Stellen weiter an.

Auch Zahl der Langzeitarbeitslosen verringern sich weiter

„Erneut weniger Jobsuchende spiegeln die unverändert stabile Lage auf dem Arbeitsmarkt wider“, bilanziert Hesse zufrieden.

Erfreuliche Minuswerte gebe es in allen Personengruppen, auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen verringeren sich weiter.

Parallel vergrößere sich der Pool an Beschäftigungsmöglichkeiten stetig und liege jetzt schon fast 30 Prozent über dem Vorjahreswert.

Fachkräfte, unbefristet und in Vollzeit werden gesucht

„Die unvermindert große Zahl an Jobangeboten zeigt auch, wie schwer die Stellen zu besetzen sind“, erläutert Hesse und setzt hinzu: „Überwiegend werden Fachkräfte sofort, unbefristet und in Vollzeit gesucht.“

„Die März-Werte überzeugen im gesamten Agenturbezirk Kassel“, betont der Arbeitsmarktexperte. „Das ist umso erfreulicher, weil die Auswirkungen der Pandemie bislang vor allem durch das Instrument Kurzarbeitergeld abgefedert werden konnten.“

In allen Bereichen gesucht: Fachkräfte werden am Arbeitsmarkt dringend benötigt.
In allen Bereichen gesucht: Fachkräfte werden am Arbeitsmarkt dringend benötigt. © HNA

Die Statistik meldet für den Agenturbezirk Kassel, der die Stadt Kassel, den Landkreis Kassel und den Werra-Meißner-Kreis umfasst, 15 066 Jobsuchende, 279 weniger als im Februar und 2722 weniger als vor einem Jahr.

Arbeitslosigkeit im Wolfhager Land hat sich geringfügig verringert

Die Arbeitslosenquote sinkt um 0,1 Punkte auf 5,2 Prozent. Noch vor einem Jahr waren es im gesamten Agenturbezirk 6,2 Prozent gewesen.

Die Arbeitslosigkeit im Wolfhager Land hat sich von Februar auf März geringfügig um zwei auf 797 Personen verringert. Das waren 71 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im März 3,7 Prozent, vor einem Jahr belief sie sich auf vier Prozent. Dabei meldeten sich 176 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 32 mehr als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 180 Personen ihre Arbeitslosigkeit (–32).

Plus von 44 Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum

Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 548 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Plus von 44 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber stehen 510 Abmeldungen von Arbeitslosen (–22).

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im März um 15 Stellen auf 202 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es sechs Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im März 24 neue Arbeitsstellen, sechs weniger als vor einem Jahr.

58,3 Prozent der Arbeitslosen sind Männer, 41,7 Prozent sind Frauen

Seit Januar gingen 162 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahr ist das eine Abnahme von 38. Im Wolfhager Land hält sich der Anteil an weiblichen und männlichen Arbeitslosen beinahe die Waage. 58,3 Prozent Männer sind arbeitslos, bei den Frauen sind es 41,7 Prozent.

Von den 797 arbeitslosen Personen sind 261 Menschen 50 Jahre und älter, 175 Personen sind 55 Jahre und älter. 74 schwerbehinderte Menschen sind von der Arbeitslosigkeit betroffen und 182 Ausländer. (Monika Wüllner)

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