Einsparungen im Justizvollzug

Trotz Stellenabbau mehr Beamte für Ziegenhain

Schwalmstadt. Hessenweit sollen in den nächsten vier Jahren 80 der rund 3000 Planstellen im Justizvollzug eingespart werden. Im Schwalmstädter Gefängnis dagegen werden wegen des Ausbaus der gemeinsamen Sicherungsverwahrung von Hessen und Thüringen 50 neue Stellen geschaffen.

In der Summe spare der Justizvollzug dadurch 3,73 Millionen Euro ein, erklärte Justizminister Jörg-Uwe Hahn vor dem Landesgewerkschaftstag des Bundes der Strafvollzugsbediensteten (BSBD) am gestrigen Freitag in Butzbach. „Im Gegenzug“, so der Justizminister, „bauen wir für neue Aufgaben neue Stellen auf“. Allein für die Neuordnung der Sicherungsverwahrung sind fast 50 neue Stellen bereits beschlossen und zum erheblichen Teil bereits besetzt“.

Aktuell werden wegen des anstehenden Umbaus im Ziegenhainer Gefängnis die Sicherungsverwahrten übergangsweise in die JVA-Weiterstadt verlegt. Ungefähr für die Dauer eines Jahres sollen dazu circa Schwalmstädter 30 Vollzugsbeamte, zudem sogenannte Fachdienste wie Sozialarbeiter und Psychologen, nach Weiterstadt abgeordnet werden. Noch ungewiss ist die Rückkehr der Sicherungsverwahrten nach Schwalmstadt. Justizminister Jörg-Uwe Hahn hatte bereits im Sommer geäußert, dass mit einiger Verspätung zu rechnen sei. (syg)

Quelle: HNA

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