Franzosen waren fünf Tage in Niedenstein zu Gast

50 Jahre Élysée-Vertrag: Wenn aus Feinden Freunde werden

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Besondere Begegnung: In der Moschee der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde in Wabern waren Franzosen und Niedensteiner zu Gast.

Niedenstein. Genau 50 Jahre sind vergangen, seit der französische Präsident Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer den „Elysée-Vertrag“ unterzeichneten. Er ist die Basis für die bis heute währenden freundschaftlichen Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland.

An die große Geste der Versöhnung der beiden Staatsmänner erinnerte der Niedensteiner Bürgermeister Werner Lange beim Treffen der Partnergemeinden St. Germer de Fly und Niedenstein.

Die Begegnung der seit 36 Jahren währenden Städtepartnerschaft stand ganz im Zeichen von Freundschaft und Frieden, von Toleranz und Verständnis.

Mit einem gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst an Himmelfahrt, zweisprachig und als Dialog gestaltet von Pfarrerin Beate Bachmann-Voss und dem katholischen Gemeindereferenten Hubert Ziegler aus Gudensberg, begann das Programm. Bei einem Fußballturnier für Jedermann wurde der multikulturelle Dialog auf sportlicher Ebene fortgesetzt. Unter Mitwirken der Hobbyfußballer von Wichdorf hatte Gerd Heck vom Partnerschaftsverein Niedenstein ein Turnier organisiert.

Als überaus gastfreundlich und aufgeschlossen erlebte man die pakistanischen Muslime, die am nächsten Tag für die französischen Besucher und ihre Gastgeber ihr Gotteshaus, die Beitel-Muqiet-Moschee in Wabern, öffneten.

Der Imam, selbst erst vor kurzem aus Burkina Faso nach Deutschland beordert, erläuterte nach dem Freitagsgebet den Gästen aus der Picardie in perfektem Französisch die Unterschiede zwischen Islam und Christentum.

Nach einem Besuch des Ruhr-Museums Essen im Weltkulturerbe „Zeche Zollverein“ war es am Sonntag schon wieder an der Zeit, sich von den „ziemlich besten Freunden“ zu verabschieden. (red)

Quelle: HNA

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