Glamour-Modegala in der Homberger Großsporthalle

Homberg. Wenn eine Sporthalle zum Modeboulevard wird, Menschenmassen über einen knallrosa Teppich flanieren, Kronleuchter die Haarpracht zieren und bemalte Körper unter fluoreszierendem Licht über den Laufsteg rocken, dann ist außergewöhnliche Unterhaltung angesagt.

So geschehen am Sonntagabend, als Friseurmeister Dirk Schaller anlässlich seines 20-jährigen Firmenjubiläums zu einer besonderen Geburtstagsfeier einlud: Mit einer „Glamour“-Modegala verzauberte er in der Homberger Großsporthalle eine knappe Tausendschaft begeisterter Besucher. Dabei bestach der vom charmant-souveränen Moderator Arne Ring in schneller Folge präsentierte Mix aus Mode und Haarkunst, Gesang, Tanz, Comedy und Variété.

Neben einer von Homberger Geschäftsleuten gestalteten Ausstellung wurden auf dem Laufsteg die aktuellen Herbst-Winter-Modetrends präsentiert. Ob im Retro-Look oder hypermodern, ob Drucke, abgewetzte Jeans oder wilder Materialmix, ob Glitzer-Applikationen, (Kunst-)Fell oder Leder(-imitat): In der kommenden Saison ist erlaubt, was gefällt.

Das bewiesen die Outfits von klassisch-elegant über sportiv bis extravagant in herbstlichen Farbtönen. Besondere Hingucker waren festliche Abend- und Brautmoden, Unterwäsche-Kollektionen, eine Laufsteg-Schmuckpräsentation sowie die außergewöhnlich haarigen Kunstwerke der Schaller-Friseure.

Für gelockerte Lachmuskeln wiederum sorgte Tante Lilly, „Drag Queen light“ der regionalen Comedy-Szene: Neben gesanglichen und (bauch)-tänzerischen Einlagen verteilte sie Seitenhiebe auf modische Magermodels und witzelte in ironischer Selbsterkenntnis über ihr Schlauchkleid-Aussehen Marke Rollbraten.

Eine deutlich provokantere Selbstdarstellung brachte Travestie-Derwisch Fräulein Strich mit lasziven Tanzbewegungen auf 20-Zentimeter-Absätzen auf den Laufsteg.

Bilder von der Gala

Mode-Gala in Homberg

Anmut, Eleganz und Körperbeherrschung von Vertikalseil-Künstlerin Andrea Engler, starke Stimmen der Sängerinnen Saskia und Katja sowie instrumentale Intermezzi von Jazzpianist Lars am Piano entlockten dem Publikum Beifallsstürme. Fazit nach drei Stunden: Die Veranstaltung war reiner Irrsinn - im besten Sinne.

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare