„Wandern für Kinder“ spendet an Kinderheim

Wenn Wünsche wahr werden

Kindern die Wünsche erfüllen: Dieter Kumpe (Heimleiter), Mario Ludolf und Eckhard Ochs (Wandern für Kinder), Ira Bischof (Erzieherin) mit einigen Kindern des Haus Sonnenschein. Foto: Göbel

Fritzlar. Dem Kinderheim Haus Carl Sonnenschein in FRitzlar fällt es schwer, den Kindern Weihnachtswünsche zu erfüllen. Mit einer Spende von 1720 Euro stockte der Verein „Wandern für Kinder“ jetzt das Geschenke-Budget des Kinderheims auf.

„Wir haben für jedes Kind 60 Euro zur Verfügung. Mehr ist nicht drin“, sagt Heimleiter Dieter Kumpe. Durch die Spende hat Kumpe nun 100 Euro für jeden der 38 Heimbewohner zur Verfügung. „Den Kindern einen Wunsch zu ermöglichen, der sonst unerfüllbar gewesen wäre, liegt uns sehr am Herzen“, erklärt Eckhard Ochs, Präsident des Vereins.

Regelmäßige Wanderungen

Seit 1972 wandern die Mitglieder und werben gleichzeitig für die Unterstützung sozialer Projekte. Die Hilfe konzentriert sich auf die Förderung von Kindern in Nordhessen. Alle vier bis sechs Wochen finde eine Wanderung statt, die sich über 15 bis 30 Kilometer erstrecke, sagt Ochs.

Pro gelaufenen Kilometer stiften die Teilnehmer dem Verein 50 Cent. Weitere Einnahmequellen seien die Erlöse aus Vereinsfesten und Geburtstagen von Mitgliedern, die zugunsten der Organisation ausgerichtet werden.

So war es auch bei der Spende für das Haus Sonnenschein. Zum einen kommt das Geld aus dem Verkauf von Kaffee, Kuchen und Gebäck während der Feier zum 40-jährigen Bestehen des Vereins, zum anderen aus Spenden auf der Geburtstagsfeier von Mitglied Mario Ludolf.

Spende statt Geschenken

„Ich bat meine Gäste, statt Geschenken lieber Geld für den Verein zu spenden“, erklärt er. Ludolf kam auch auf die Idee, das Geld dem Haus Sonnenschein zur Verfügung zu stellen. „Ich finde es wichtig, dass es solche Einrichtungen für Kinder gibt. Leider haben Heime oft wenig Geld zur Verfügung. Deshalb ist es wichtig, sie zu unterstützen“, sagt Ludolf. Dieter Kumpe stimmt dem voll und ganz zu. Trotz staatlicher Unterstützung gerieten solche Einrichtung finanziell oft an ihre Grenzen, deshalb seien sie auf Spenden angewiesen, erklärte er.

Die Wunschzettel der Kinder im Haus Sonnenschein dürfen jetzt wohl für diese Weihnachten etwas größer und unbescheidener ausfallen als in den Jahren zuvor.

Von daniel Göbel

Quelle: HNA

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