Tischler sehen Ausbildung als Schlüssel für den weiteren betrieblichen Erfolg

Werben um den Nachwuchs

Der Vorstand und die Geschäftsführung der Tischler-Innung Schwalm-Eder haben die Zukunft fest im Blick. V. l. n. r. Jürgen Altenhof, Jürgen Pfaar, Marco Prentzel, Heinrich Wenderoth, Michael Eckhardt, Frank Bräutigam, Carsten Bergmann, Jens Günther und Wolfgang Scholz. Foto: privat

Schwalm-Eder. Die Tischlerinnung Schwalm-Eder sieht in der Ausbildung junger Menschen den Schlüssel für den betrieblichen Erfolg. „Nur wer ausbildet, kann seinen Betrieb besser weiterentwickeln“, sagte Obermeister Jens Günther (Guxhagen) in der Jahreshauptversammlung in Homberg.

Der Blick auf die rückläufigen Schülerzahlen und den Wettbewerb um die Schulabgänger zeige die Problematik. Im Schwalm-Eder-Kreis werde die Schülerzahl 2007 bis 2020 um ein Drittel und die Einwohnerzahl bis zum Jahr 2050 um rund 31 Prozent zurückgehen. Betriebe müssten schon jetzt darauf reagieren und stärker um junge Menschen werben, forderte er. „Der Beruf des Tischlers ist attraktiv. Er besitzt gute Perspektiven“, sagte Günther.

Lehrlingswart Heinrich Wenderoth (Niedermöllrich) warb für die Bereitstellung von Praktikums- und Ausbildungsstellen. Wichtig sei die gute Vorbereitung beider Seiten, so Wenderoth.

Der Jugendliche müsse Interesse und Offenheit für den Beruf mitbringen, die Betriebe ihrerseits den Ablauf des Praktikums vorbereiten, um Interessenten zu begeistern.

Positiv sehen die Tischler die Einrichtung des Bildungsfonds Schwalm-Eder, der bei Bildungsmessen die praktischen Erfahrungen von Jugendlichen fördern will. Die Innung wolle zusammen mit der Berufsschule deren Chancen nutzen, sagte Wenderoth. Praktikums- und Lehrstellenangebote gibt es unter www.tischler-innung-schwalm-eder.de.

Gute Auslastung im Winter

Der milde Winter und eine belebte Frühjahrsnachfrage führten bei vielen Tischlerbetrieben zu einer guten Auslastung, so Günther. Der Auftragsbestand werde im Laufe des Jahres weiter ansteigen, schätzt er die Situation ein. Dafür spreche die positive Grundstimmung der Nachfrager und die Zahl der Anfragen.

Die Bautischlereien profitierten weiterhin von der energetischen Gebäudesanierung und die Betriebe im Innenausbau von der Investitionstätigkeit der Wirtschaft und der öffentlichen Hand. (red)

Quelle: HNA

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