Werben mit vollem Einsatz: Feuerwehr zeigte, was sie alles macht

Gerettet: Diese Puppe wurde von Feuerwehrmännern in Schutzanzügen aus der Gefahrenzone gebracht. Die Einsatzabteilung demonstrierte beimMalslferder Feuerwehrtag eine Gefahrgutübung. Fotos:  M. Berger

Malsfeld. Die Malsfelder Feuerwehr hat wieder ein paar Fans mehr. Zum Tag der Feuerwehr war am Sonntag der Platz vor dem Rathaus voll. Voll mit Menschen, die den Brandschützern wohlgesonnen sind.

„Genau das ist auch das Ziel der Veranstaltung“, sagte Feuerwehrvereinsvorsitzender Mario Hedderich. „Wir wollen für die Freiwillige Feuerwehr Werbung machen.“ Denn den Wehren gehen die Einsatzkräfte nach und nach verloren, Nachwuchs ist nur bedingt in Sicht. „Weil die jungen Leute heute lieber andere Dinge machen“, sagte Wehrführer Uwe Deist. Früher sei es normal gewesen, dass die Dorfjugend sich in der Feuerwehr engagiert.

Retten mit Gebell: Die Rettungshundestaffel Nordhessen ist die einzige hessische Staffel der Freiwilligen Feuerwehren mit einem eigenen Trümmerhund. Vorne im Bild Staffelführer Christof Fischer, daneben Hundeführerin Barbara Ladewig.

Damit sich diese Lage bald ändert, haben die Mitglieder der Malsfelder Feuerwehr sich auch in diesem Jahr wieder ordentlich ins Zeug gelegt. So konnten die Besucher des Feuerwehrtags die Vorführung der Rettungshundestaffel Nordhessen sehen, eine Einsatzübung der Jugendfeuerwehr, die eine Mülltonne löschte, und schließlich die Simulation eines Gefahrguteinsatzes, bei dem eine verunglückte Person gerettet und unbekanntes Gift entsorgt werden mussten. „Wir wollen mit solchen spektakulären Schauübungen die Menschen wieder für das Ehrenamt Feuerwehr begeistern“, sagte Mario Hedderich. Jugendwartin Daniela Stegemann ergänzte: „Wir bräuchten viel mehr junge Leute, die sich in ihrer Freizeit bei uns einbringen.“

Rauchhäuser

Löschen wie die Profis: Die Jugendfeuerwehr Malsfeld hat’s schon ganz schön auf dem Kasten. Von links Marvin Egerer, Maximilian Egerer, Jan Rudolph, Sven Hedderich und Jugendwartin Daniela Stegemann. Dahinter Philipp Stegemann und Urs Rudolph.

Immerhin gehe es um den Schutz der Menschen, findet Brandschutzerzieher Joachim Egerer. Er präsentierte zwei brandneue Modelle, so genannte Rauchhäuser, an denen er Kindergarten- und Schulkindern demonstriert, wie sich der bei einem Brand entstehende Rauch in einem Wohnhaus ausbreitet. „Ich kann den Kindern damit zeigen, wie wichtig ein Rauchmelder ist.“

Rauchmelder

Den bekommen junge Familien in Malsfeld von der Feuerwehr geschenkt, wie Uwe Deist erklärte. „Jedes Neugeborene, das in Malsfeld zur Welt kommt, erhält eine Urkunde und einen Rauchmelder.“

Geschenk für Babys

Eine tolle Geste, fanden auch Daniela und Thomas Ide, die beim Feuerwehrtag zur Geburt ihres Sohnes Adrian eben jene Geschenke bekamen. „Das ist doch mal was Sinnvolles“, meinte Mario Hedderich.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare