TSV-Team gewinnt erstes Ippinghäuser Straßenboßelturnier der Schützenschwestern

Werfen wie die Friesen

Wurfbereit: die Mannschaft der ausrichtenden Schützenfrauen mit (von links) Eva Klapp, Christina Roth, Claudia Knobel, Tanja Opfermann und Kerstin Schmale. Foto:  zih

Ippinghausen. Die Feldflur am Fuße der Weidelsburg glich friesischem Terrain. Denn die Schützenschwestern der zweiten Generation der Ippinghäuser Traditionsschützenbruderschaft von 1745 veranstalteten zum ersten Mal ein Straßenboßelturnier.

15 Mannschaften, jeweils bestehend aus fünf Werferinnen oder Werfern sowie einem neutralen Schiedsrichter, traten an. Am Ende hatte das Team des örtlichen Turn- und Sportvereins (TSV) die Nase vorn. Auf Rang zwei warf sich die erste Mannschaft der Weidelsburger Schützenbruderschaft, Platz drei belegte das Wolfhager Kernstadtteam WM-Studio 2010 als Dritter ein.

Die Aufgabe der Teams bestand darin, die festgelegte sechs Kilometer lange Strecke mit den möglichst wenigsten Würfen fehlerfrei zu bewältigen. Dabei galt es natürlich nicht nur, die handliche Stahlkugel aus dem Stand heraus mit kräftigem Armschwung weit zu werfen und rollen zu lassen, sondern man musste auch auf der Strecke die Tücken der Natur versuchen zu überlisten. Denn die befestigten Feldwege präsentierten sich an diesem Tag schneebedeckt, wiesen zudem Krümmungen sowie Unebenheiten durch Fuß- oder Fahrspurrinnen auf.

So landete manche Kugel im Graben oder Feld, wobei die Schiedsrichter dann akribisch darauf achteten, dass der folgende Werfer exakt von dieser Stelle aus den Wettkampf fortsetzte. Ansonsten hagelte es Strafpunkte.

Bei allem Siegeswillen stand jedoch bei allen Teilnehmern der Spaß und die Freude am Mitmachen beim ersten Ippinghäuser Boßelturnier im Vordergrund, zumal es gemeinsam nach dem Wettkampf friesisch weiterging: Im Saal der Gaststätte Pfeifferling konnten sich die Boßler mit dem Nationalgericht der Bewohner hinter den Nordsee-Deichen stärken. Es gab Grünkohl mit Pinkel. (zih)

Quelle: HNA

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