Katja Karrer arbeitet bei B. Braun in Melsungen im Versand der Rohstofflogistik

Vom Werk D in die Welt

Der Mann fürs Granulat: Hans Sennhenn aus Kehrenbach füllt das Kunststoffgranulat ab, das in Melsungen verarbeitet wird.

Melsungen. B. Braun-Standorte in der ganzen Welt werden vom Melsunger Werk D an der Nürnberger Straße aus mit Rohstoffen versorgt. Katja Karrer aus Edermünde-Haldorf arbeitet seit 2012 im Versand der Abteilung Rohstofflogistik. „In meinem Job macht man sich schon mal die Finger schmutzig“, sagt die Fachkraft für Lagerlogistik und lacht. Sie mag die Abwechslung und dass im Team gearbeitet wird.

Rohstoffe wie Tropfkammern und Infusionsschläuche, aber auch Kunststoffgranulat zur Herstellung von Spritzgussteilen werden im Werk D für den Versand fertig gemacht. 10 000 Kubikmeter Ware verlassen das Werk in der Regel jeden Monat. Über den Wareneingang kommen die Paletten mit Rohstoffen aus den einzelnen Werken oder aus den Kommissionierungslagern im Versand an, dann müssen Katja Karrer und ihre fünf Kollegen kontrollieren, ob die Menge der angegebenen Artikel stimmt. Überprüft wird auch die Qualität der Verpackung und ob, das was auf dem Lieferschein steht, auch auf der Palette ist. „In der Regel sind aber schon die Verpackungen aussagekräftig“, sagt Teamleiter Mario Gerblich.

Dann geht es an die Ladungssicherung. Mit Plastikspannfolie oder Bändern werden die Pakete auf den Paletten gesichert. Im Versandbüro werden die Lieferscheine weiter bearbeitet, es kommen Informationen, zum Beispiel zur Verpackung der Ware, dazu.

Ein großer Teil der Waren geht weiter ans Warenverteilzentrum in die Pfieffewiesen, ein kleiner Teil wird für die Seefracht fertig gemacht, die von Ostheim aus zu den jeweiligen Häfen transportiert wird.

Neben Rohstoffen werden im Werk D auch die Ernährungslösungen von der B.Braun-Tochter Professional Nutrition Services (PNS), die im Werk F hinter dem neuen Feuerwehrstützpunkt hergestellt werden, für den Versand fertig gemacht. Diese Lösungen werden auf Rezept individuell für Patienten zusammengestellt und müssen gekühlt möglichst schnell zu den Abnehmern.

35 bis 45 verplombte Wannen verlassen das Werk täglich per Expressversand in Richtung der Apotheken. Ingesamt arbeiten 42 Mitarbeiter in der Rohstofflogistik. Hans Sennhenn aus Kehrenbach ist zum Beispiel dafür zuständig, das Kunststoffgranulat abzufüllen, das in Melsungen weiter verarbeitet wird. Im Spritzgießverfahren werden daraus Plastikteile wie Rollenklemmen hergestellt. Sennhenn füllt davon rund vier Tonnen am Tag ab. Dabei schaut er zweimal hin, denn es gibt zwölf Sorten Kunststoffgranulat.

Von Barbara Kamisli

Quelle: HNA

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