Fertigstellung des neuen Hephata-Gebäudes an B 454 verzögert sich um drei Monate

Hephata: Werkstatt öffnet im Herbst

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Trotz Verzögerung mit Baufortschritt zufrieden: von links Hans-Günter Kripko, Bereichsleiter der Hephata-Werkstätten, Peter Wenhöer und Matthias Geisel vom Hephata-Werkstattrat, und Peter Keultjes, Hephata-Abteilungsleiter Fertigung.

Schwalmstadt. Ein Jahr nach der Grundsteinlegung für das neue Werkstattgebäude von Hephata, das als Erweiterung der bestehenden Werkstatt in Ziegenhain gilt, sollte das Projekt fertiggestellt sein. Doch es gibt Verzögerungen.

Die Bauherren und Architekten rechnen mit einem Verzug von drei Monaten. Erst Ende August soll die neue Werkstatt in Betrieb gehen.

Wetterbedingungen und die Erkrankungen des Chefs eines beteiligten Unternehmens seien einige von mehreren Ursachen, dass sich die Fertigstellung der neuen Werkstatt verzögerte, die sich auf einem Eckgrundstück zwischen der Straße An der Feuerwache mit ihren großen Fensterflächen hin zur B 454 präsentiert.

„Bei relativ großen Bauten greifen viele Arbeiten ineinander, das wird nie rechtzeitig fertig“, sagte Hans-Günter Kripko, Bereichsleiter der Hephata-Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. „Aber jetzt ist ein Ende absehbar“, erklärte Peter Keultjes, Abteilungsleiter Fertigung bei Hephata.

Kräne, Bäder, Fassade

Inzwischen sind die Fenster eingebaut, die Installationen für Lüftung, Strom, Licht und Heizung und Schallschutz fertiggestellt. Ebenso das neue Rolltor mit der so genannten Torluftschließanlage.

Zwei Kräne sind in der Werkstatt mit der Bodenplatte verschraubt, um später schwere Werkstücke zu heben. Noch fehlen die Schweißkabinen. Aktuell werden die Bäder in Trockenbauweise ausgebaut. Ein Teil der Außenfassade aus Aluminium ist angebracht, noch fehlen die Lochblechelemente. Trotz Verzögerung ist Kripo zufrieden mit dem Baufortschritt: „Die Firmen arbeiten gut, wir können uns nicht beschweren.“

Die notwendigen Vorarbeiten der Ausschreibungsverfahren für die Ausstattung laufen. Ein großer Posten ist auch das Auffüllen des Grundstücks von der Seite An der Feuerwache. Der Hof wird asphaltiert, erklärte Kripko. Um das Gelände herum entstehe ein dreistufiger 1,2 Meter hoher Erdwall, der bepflanzt werde.

An mehreren Stellen im Außengelände, im Innenhof und im Gang sollen Bereiche mit Sitzgelegenheiten entstehen, damit die künftigen Mitarbeiter, Menschen mit Behinderungen, Pausen verbringen können. Auch Raum zum Fußballspielen soll es geben.

Noch kein konkreter Termin

Und natürlich müsse die neue Kantine fertiggestellt sein, ehe nach dem Transport der schweren Maschinen vom alten in den neuen Produktionsstandort auch die Mitarbeiter an ihre neuen Arbeitsplätze umziehen. „Das wird eine logistische Herausforderung“, sagte der Bereichsleiter.

„Das sieht gut aus“, bestätigte Peter Wenhöer vom Hephata-Werkstattrat, der mit seinem Kollegen Matthias Geisel das Gebäude in Augenschein nahm. Er wird hier später Gewindestangen schweißen, ein Auftrag für ein Unternehmen, das mit den Gewindestangen Gussformen für Motorblöcke verbindet.

Bis dahin müssen noch viele Gewerke fertiggestellt werden. „Wir müssen gut planen und gut strukturieren“, sagte Kripko. Einen konkreten Termin für die Einweihung gebe es noch nicht. (alx)

Quelle: HNA

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