Nach 20 Monaten Bauzeit wird neue 5,5-Millionen-Anlage von Hephata bezogen

Werkstatt setzt Standards

Anhängerfertigung: Wenn Peter Wemhöner Gestelle für die soliden Anhänger von Hephata schweißt, kann er auf moderne Ausrüstung wie Spezialhelme zurückgreifen. Fotos: Lache-Elsen 

Schwalmstadt. 5,5 Millionen Euro investierte Hephata für eine neue Werkstatt an der Feuerwache in Ziegenhain, laut den Bauherrn seit 30 Jahren das größte Projekt der Hephata-Werkstätten als Teil der Behindertenhilfe. Planer und Nutzer sind zufrieden mit dem neuen 1500 Quadratmeter großen Gebäude mit einer Kantine und großzügigen Aufenthaltsbereichen, das nun bezogen wurde.

„Es ist schön, hell und gut“, so fasst es Hans-Günter Kripko, Bereichsleiter der Hephata-Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, zusammen. Entstanden sei ein schickes Gebäude und eine Werkstatt mit einem hohen technischen Standard. Das lichtdurchflutetes Gebäude mit seiner markanten Fassade – patiniertes Blech und Glas – an der B454 ist für Hephata ein zukunftsorientiertes Projekt.

Menschen qualifizieren

Der Neubau verbinde die Arbeit mit dem Anspruch, Menschen zu qualifizieren und in den ersten Arbeitsmarkt zu bringen, betonte Kripko. Gleichzeitig verfüge man nun über einen technischen Standard in der Werkstatt, der mit jedem anderen industriellen Betrieb vergleichbar ist, betont Peter Keultjes, Abteilungsleiter der technischen Fertigung.

Nach 20 Monaten Bauzeit startete im November der Umzug der Hephata-Werkstatt am neuen Standort an der Feuerwache. 145 Arbeitsplätze soll die neue Werkstatt gemeinsam mit dem bereits bisher genutzten Altbau, dem ehemaligen Gardinenland-Gebäude, im Endausbau bieten.

50 Plätze wird es – nach einem noch anstehenden Umbau – im Altbau geben, 90 Plätze im neuen Gebäude.

Damit haben die Planer ihr Ziel erreicht, eine Entzerrung im bisherigen Werkstattgebäude am Lindenplatz. Als provisorische Maßnahme war vor Jahren eine Halle in Ascherode angemietet worden.

Der Schweißer Reinhard Wemhöner und Matthias Geisel, beide Mitglied im Hephata-Werkstattrat, sind voll des Lobes für die neue Werkstatt. „Schön ist es schon“, sagt Wemhöner, der als Mitglied des Werkstattrats von Anfang an in die Planung und Umsetzung der neuen Werkstatt beteiligt wurde. Angesichts des Lärmpegels in der Halle regte er allerdings an, beim Schallschutz nachzubessern. Am Bau beteiligt waren Firmen aus dem direkten Umfeld von Schwalmstadt, betont Kripko.

Flexible Arbeitsplätze

Der Neubau entspreche in Sachen Arbeitssicherheit, Belüftung, Heizung, Luftaustausch, Absauganlagen und Arbeitsplätzen nun modernsten Anforderungen. Auch ein Pflegeraum soll entstehen, um den Ansprüchen von Menschen mit einem hohen Pflegebedarf gerecht zu werden.

In der Werkstatt seien Drehen, Fräsen und Bohren das Thema, erklärte Keultjes. Weitere Schwerpunkte sind die Industriemontage, Anhängerfertigung und das Schweißen für andere Auftraggeber – ein Bereich, der zugenommen habe.

Arbeitsplätze können in der Werkstatt flexibel eingerichtet und auch verändert werden. So können beispielsweise Programme von der einen auf die andere Maschine übertragen werden. Absauganlagen an Schweißplätzen starten im Gegensatz zu früher automatisch. Artikel rechts

Von Alexandra Lache-Elsen

Quelle: HNA

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