Ein Buch voller Herzblut: Wernswiger Geschichten von Wilhelm Kötter

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Wilhelm Kötter blättert zufrieden in seinem Buch.

Wernswig. Zufrieden sitzt Wilhelm Kötter auf dem heimischen Sofa und blättert durch die Wernswiger Erinnerungen. Für ihn ist es nicht einfach ein normales Buch. Auf den Seiten zwischen dem weinroten Einband steckt Kötters ganzes Herzblut.

Seit 41 Jahren lebt er in Wernswig und hat seiner Wahlheimat ein eigenes Buch spendiert. „Die Wernswiger Erinnerungen sind ein Sammelsurium der Dinge, die in den letzten 25 Jahren hier passiert sind“, erzählt er mit einem Lächeln auf den Lippen.

Zwar erschien bereits 1997 eine Chronik über das kleine Dorf im Schwalm-Eder-Kreis, als Wernswig 900 Jahre alt wurde. Das reichte Kötter jedoch nicht: „Es wäre schade gewesen, wenn die Ereignisse nach 1997 alle verloren gegangen wären.“

Bereits 1989 begann Kötter die Arbeit an den Wernswiger Erinnerungen. Aus jeder Zeitung, die er in die Finger bekam, schnitt er Artikel über sein Dorf aus. „Ich habe sie vorsorglich gesammelt, wusste aber noch nicht, was am Ende daraus wird“, sagt der 66-Jährige. Am PC setzte er die rund 500 Artikel in eine chronologische Reihenfolge und stellte so ein Werk mit über 200 Seiten zusammen.

Damit war die Arbeit aber noch lange nicht getan. „Das Buch sollte natürlich gut aussehen. Ein schöner Einband war mir wichtig“, berichtet Kötter. So zog er von einer Druckerei zur nächsten und wurde am Ende bei Hephata in Schwalmstadt fündig, wo die Wernswiger Erinnerungen gedruckt und gebunden wurden.

50 Ausgaben des Buchs hat Kötter drucken lassen. „Ich hoffe, dass ich alle Exemplare loswerde“, berichtet Kötter. Zum Preis von 18 Euro kann jedermann das Buch bei ihm erstehen. Nach 25 Jahren der Arbeit fasst der Wernswiger ein positives Fazit: „Die Arbeit hat viel Spaß gemacht.“

Aktuell ist noch nicht klar, ob es nach den Wernswiger Erinnerungen ein weiteres Buch über das Dorf geben wird. „Vielleicht macht ja irgendjemand meine Arbeit weiter“, hofft Kötter. Er selbst sammelt aber auch weiterhin fleißig Zeitungsartikel. Wer weiß, was am Ende daraus wird.

Von Kevin Hildebrand

Quelle: HNA

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