Wetter

Winter wird in zweiter Hälfte hart – Chaos mit Schnee und Sturm droht

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Der Januar ist der kälteste Monat in Deutschland. Erst dieses Jahr gab es heftigen Schneefall. (Symbolbild)

Der Winter könnte in der zweiten Hälfte hart werden. In Deutschland drohen Sturm und Schnee. 

  • Januar und Februar sind die kältesten Wintermonate in Deutschland
  • Für Anfang 2020 könnte das Wetter in Deutschland heftig werden
  • Manche Wetterprognosen sprechen von Jahrhundertwinter

Offenbach – Wäre Weihnachten im Januar statt im Dezember, würden weiße Weihnachten vermutlich häufiger stattfinden. Immerhin ist er der kälteste Monat in Deutschland. Vor allem in der zweiten Monatshälfte werden beim Wetter oft die niedrigsten Temperaturen des Jahres gemessen. Die Durchschnittstemperatur liegt im Januar bei -0,6 °C. Nachts sinken die Temperaturen vor allem im Osten und Süden sowie in den Mittelgebirgen auch unter -10 °C ab. 

Kaltes Wetterund Schnee scheinen im Dezember 2019 allerdings nicht in Sicht zu sein – im Gegenteil. Der Dezember ist für die Monatsverhältnisse sehr warm. Dabei hat das Jahr 2019 mit einem krassen Gegenteil begonnen. Anfang des Jahres türmten sich in alpinen Regionen die Schneemassen. Der Dauerschnee sorgte für historische Höchstwerte im Januar. 

Wetter: Januar 2019 in Deutschland bricht Rekorde

Auch in Österreich gab es entsprechende Wetter-Rekorde: Wie die „Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik“ im Januar 2019 mitteilte, fielen etwa in Hochfilzen in Tirol seit dem 1. Januar 451 Zentimeter Neuschnee – ein neuer 15-Tage-Rekord seit dem lokalen Messbeginn im Jahr 1971. 

Bei Berchtesgaden saßen rund 350 Menschen fest und mussten per Lastwagen durch die Bundeswehr mit Lebensmitteln versorgt werden. Zu dieser Zeit wurden auch vier junge Hessen im Schneechaos in den Alpen eingeschlossen. Die heftigen Lawinenlagen gab es zuletzt in den Jahren 1951 und 1954. Damals gingen alleine in der Schweiz über 1000 Schadlawinen runter. 

Wetter 2019 in Deutschland: Sturmtiefs halten das Land in Atem 

Genauso wie Schnee und Eis tauchen beim Wetter im Januar und Februar auch Sturmtiefs über Deutschland auf. Das Sturmtief „Friederike“ überquerte das Land im Januar 2018 mit starken Orkanböen und verheerenden Schäden. In Deutschland sowie in den anderen vom Sturm betroffenen europäischen Ländern wurden Schulen geschlossen, Flüge fielen aus, der Fernverkehr der Bahn wurde eingestellt. Auch die bislang höchste Sturmflut an nahezu allen Pegeln der deutschen Nordseeküste fand im Januar 2018 statt.

An der Ostsee zog im Januar 2017 das Sturmtief „Axel“ von Norden über Deutschland. Das Tief verursachte stürmischen Wind, der an der Küste die Wassermassen auf das Land drückte. Es handelte sich um die schwerste Sturmflut seit dem Jahr 2006. 

Wetter: Sonnenzyklen bestimmen die Kälte des Winters 

Ein wichtiger Faktor, der das Winterwetter bestimmt, ist der Sonnenzyklus. Alle elf Jahre durchläuft die Sonne ein Maximum und ein Minimum ihrer Aktivität. Wissenschaftler bestimmen diese Werte anhand der Sonnenflecken. Dabei handelt es sich um dunkle Stellen auf der sichtbaren Sonnenoberfläche (Photosphäre), die kühler sind und daher weniger sichtbares Licht abstrahlen als der Rest der Oberfläche. Je weniger Sonnenflecken es gibt, desto geringer ist die Aktivität der Sonne. Erreicht der Sonnenzyklus dann sein Minimum, kommen weniger Sonnenstrahlen auf der Erde an und die Wahrscheinlichkeit für einen kalten Winter steigt. 

Im Winter 2019/2020 ist die Sonnenaktivität derzeit sehr gering. Im Großen und Ganzen scheint die Sonne zwar fast genauso stark wie sonst, aber im Bereich der UV-Strahlung ist sie bis zu acht Prozent schwächer. Das ist der Grund, weshalb zahlreiche Medien über einen Jahrhundertwinter spekulieren. Bislang ist ein Jahrhundertwinter jedoch weder Realität, noch in Aussicht. 

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