Bauernverband informiert über Anbau der Nutzpflanze

Wolfhager Land: Wetter setzt Raps in diesem Jahr kräftig zu

Wolfhager Land. 2011 wird nicht das beste Jahr für den Raps. Das befürchtet Friedhelm Schneider, Vorsitzender des Hessischen Bauernverbandes. Schlechte Aussaatbedingungen im Herbst nannte er am Dienstag in Istha als einen der Gründe.

„Die Winterraps-Anbaufläche ist leicht zurückgegangen, da durch viele Niederschläge die Felder nicht befahren und bearbeitet werden konnten.“ Auch der harte Winter mit vielen Frosttagen habe dem Raps zugesetzt, aktuell bereite wiederum die Frühjahrstrockenheit große Sorgen.

„Wir warten auf Regen, anders werden wir die Durchschnittserträge der vergangenen Jahre wohl kaum erreichen“, sagte auch Ernst-Winfried Döhne, in dessen Maschinenhalle die Rapsexperten über das Allroundtalent der heimischen Landwirtschaft informierten.

In einem gewöhnlichen Jahr liefert jeder Hektar rund 4000 Kilogramm Rapskörner, woraus 1800 Liter Rapsöl oder Biodiesel und aus dem Pressrückstand 2300 Kilogramm hochwertiges Eiweißfutter gewonnen werden. „Der Raps hat eine enorme Ertragskraft, wird zu 100 Prozent verwertet, Stängel und Schoten verbleiben als wertvoller Dünger auf dem Feld“, so Schneider. Raps liefere nicht nur umwelt- und klimafreundliche Bio-Treibstoffe, sondern auch hochwertige und zu 100 Prozent biologisch abbaubare Schmierstoffe. Ferner finden Rapsöle Verwendung in der Industrie bis hin zu pharmazeutischen und kosmetischen Produkten. Wegen seiner günstigen Fettsäurezusammensetzung sei es auch als Speiseöl sehr wertvoll.

Auch wenn Schneider die Hauptaufgabe der Landwirte in der Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln sieht, hält er den Biokraftstoff für einen entscheidenden Beitrag zu einer klima- und ressourcenschonenden Energieversorgung, was in der heutigen Zeit ein weiteres starkes Argument für den Raps sei.

Quelle: HNA

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