Nur wenige Stände und Besucher am Samstag beim Homberger Wochenmarkt

Wetter vermieste Neustart

Dem Wetter getrotzt: Von links Claudia und Norbert Paschke, Erich Milkau und Tanja Bechtel (alle Homberg) hatten Spaß am Honigstand. Foto: Ehl-von Unwerth

Homberg. Der Auftakt fiel regelrecht ins Wasser: Die für vergangenen Samstag anberaumte Wiederaufnahme des Homberger Wochenmarktes litt unter der unwirtlichen Witterung.

Regen, Wind und kühle Temperaturen machte Stadtmarketing-Geschäftsführer Dr. Dirk Richhardt dafür verantwortlich, dass statt der erwarteten 17 Marktbeschicker nur zwei Standbetreiber ihre Waren anboten.

Auch das angekündigte Marktplatzkonzert fiel aus: „Man kann es den Musikern nicht verdenken, dass sie ihre Instrumente und die teure Elektronik diesem Wetter nicht aussetzen wollen“, sagte Richhardt.

Durchhaltewillen demonstrierte – wie seit nunmehr 20 Jahren – Walter Schneider mit seinem Honigstand. Der Remsfelder kann sich noch gut an frühere Jahre erinnern, als „der Markt in Hombergs guter Stube brummte“. Damals habe es an rund einem Dutzend Ständen Fisch, Brot, Wurst, Käse, Eier, Gemüse und viele weitere Lebensmittel zu kaufen gegeben.

Mit dem Bau der großen Einkaufszentren am Stadtrand habe die Beteiligung jedoch rasch nachgelassen. Seit langem sei er samstags am Marktplatz allein auf weiter Flur. „Heute habe ich wenigstens schon mal einen weiteren Standnachbarn“, sagte er. Für kommenden Samstag hofft er auf besseres Wetter und viele weitere Mitstreiter. Aber selbst das nütze nichts, wenn keine Besucher kämen. „Wo sind denn all jene Menschen, die sich in der Umfrage für den Markt ausgesprochen haben?“, fragte sich der Hobby-Imker.

Zu jenen, die den Marktauftakt gern unterstützen wollten, gehörten Jennifer Eisenhuth und Söhnchen Finn Ole (2) aus Homberg. Das erhoffte erntefrische Gemüse fanden sie an diesem Wochenende nicht vor und traten mit guten Vorsätzen für einen weiteren Besuch und einem Stück Wurst „auf die Faust“ wieder den Heimweg an.

Der leckere Fleisch-Snack stammte von Lothar Weiher, der nach guten Erfahrungen beim Homberger Herbstmarkt mit seinem Wurst- und Imbisswagen aus Schwalmstadt gekommen war.

Auch er hoffte nach dem bescheidenen Auftakt auf eine erfolgreiche Fortsetzung und gab dafür schon mal eine Kostprobe: Nach bester Marktschreier-Manier brachte er Schwälmer Stracke, Schinken, Bratwürstchen und Steaks an die Kunden.

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

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