Wettstreit um EU-Millionen: Ländlicher Raum soll attraktiver werden

Wolfhager Land. In den ländlichen Raum rund um Kassel wurden seit dem Jahr 2007 mehr als zehn Millionen Euro in touristische Projekte, Existenzgründungen und kulturgeschichtliche Vorhaben investiert. 120 Projekte profitierten vom Leader-Programm, das sich aus Töpfen der EU und des Landes Hessen speist. Beim neuen, siebenjährigen Förderzeitraum, der 2014 beginnt, könnte die Region ebenfalls wieder absahnen.

Ute Raband vom Verein Region Kassel-Land leitet derzeit die Bewerbungen in die Wege. In den kommenden Monaten sollen unter Beteiligung möglichst vieler Bürger, Vereine und Vertreter aus Politik und Kirche Entwicklungskonzepte erstellt werden. Diese Ideen werden sich gegen die Konzepte anderer hessischer Regionen behaupten müssen. Gegen Jahresende entscheidet eine vom Land Hessen eingesetzte Jury.

Regionalmanagerin Raband und der Vereinsvorsitzende, Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake, rechnen mit einer breit gefächerten Palette an Ideen. Projekte könnten sich mit der medizinischen Versorgung auf dem Land, Leerstand, Einkaufsmöglichkeiten, dem Erhalt von Bädern und anderer Freizeiteinrichtungen befassen. Alles, was die Attraktivität des ländlichen Raumes erhalte und steigere, sei willkommen, sagt Schaake. Bereits am 17. März wird es in der Stadthalle Baunatal eine zentrale Auftaktveranstaltung geben.

Das Leader-Programm hält Ute Raband für eine gute Sache. So wurden innerhalb des Förderzeitraums von 2007 bis 2013 über 20 Existenzen gegründet, Betriebe erweitert und gut 30 Eco Pfade angelegt. Der Habichtswaldsteig, der zunehmend mehr Wanderer anlockt, ist ebenso Ergebnis des Programms wie die Weidelsburg-Sanierung und der Ausbau des Naturparkzentrums Habichtswald.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare