Moritz Eschner und Philipp Weidemann siegen beim Kreisentscheid der 6. Klassen

Wettstreit der Leseratten

Leseförderung in Wettbewerbsform: (vorn, von links) Moritz Eschner und Philipp Weidmann gewannen für ihre jeweiligen Schulformen den Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs für Sechstklässler. Foto: Ehl-von Unwerth

Schwalm-Eder. Mädchen können besser vorlesen als Jungen: Moritz Eschner und Philipp Weidmann, Schüler der Ludwig-Braun-Schule Treysa und der Gesamtschule Melsungen, widerlegten dieses landläufige Vorurteil gründlich. Die beiden Sechstklässler siegten beim Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs, den der Börsenverein des deutschen Buchhandels alljährlich ausschreibt.

Zu dem vierstündigen Lese-Marathon waren kürzlich 20 Sechstklässler unterschiedlicher Schulformen aus dem gesamten Kreisgebiet in der Homberger Erich-Kästner-Schule angetreten. Mit Fantasy- und Science-Fiction-Abenteuern, Vampir- und Gruselgeschichten, aber auch Familien- sowie Pubertätsproblemen und Gesellschaftskonflikten deckten sie in ihren Beiträgen eine breite Themenpalette der Kinder- und Jugendbuch-Literatur ab.

Nachdem sie zunächst eine Passage aus einem selbst ausgewählten Buch vorgelesen hatten, meisterten sie im zweiten Durchgang auch einen ihnen unbekannten Text mit Bravour. Am Ende hatte die sechsköpfige Jury keine leichte Aufgabe: Angesichts des durchweg hohen Niveaus der Leseleistungen sei es recht schwer gefallen, eine Rangordnung festzulegen, sagte Heike Vockeroth, die für den ausrichtenden Börsenverein in der Jury saß. Dennoch hätten sich insbesondere die beiden Sieger durch eine überzeugende Darbietung von ihren Mitstreitern abgehoben: Eine deutliche Aussprache gehörte ebenso dazu wie eine sinngemäße Betonung, ein angemessenes Lesetempo und die inhaltliche Verständlichkeit der vorgetragenen Texte.

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

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