Anwohner fürchten Lärmbelästigung

Wieder Kritik am geplanten Baugebiet am Körler Berg

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Der Plan: Gewerbe (graue/braune Flächen) und Wohnhäuser (rot) sollen dicht beieinander liegen.

Körle. Das geplante Baugebiet am Körler Berg (Im Kitzwinkel) ist bei der Bürgerversammlung am Donnerstagabend erneut auf Kritik gestoßen. Aus Sicht einiger Zuhörer liegen Gewerbe und Wohnen auf dem Gelände zu dicht beieinander.

Zudem fürchten Anwohner der benachbarten Söhre- und Herkulesstraße eine Lärmbelästigung durch das geplante Gewerbegebiet.

Helmut Meißner vom Büro für Stadtbauwesen stellte den Bebauungsplan vor. Dieser muss von der Gemeindevertretung noch beschlossen werden. Im Frühjahr oder Sommer 2014 könnte die Erschließung beginnen.

Von der fünf Hektar großen Fläche des Baugebiets sollen 1,5 bis 1,6 Hektar für Gewerbe genutzt werden. Auf 0,7 bis 0,8 Hektar ist als Pufferzone zwischen Gewerbe- und Wohngebiet ein so genanntes Mischgebiet geplant, auf dem nur "nicht störendes Gewerbe" zulässig ist, wie Meißner sagte. Auf die Nachfrage einer Zuhörerin, was nicht störendes Gewerbe sei, konnte Meißner allerdings keine konkrete Antwort geben. Auf der restlichen Fläche sind 26 Bauplätze mit 560 bis 750 Quadratmeter Fläche vorgesehen.

Platz für lokale Firmen

Zwischen Wohn- und Gewerbefläche soll es Lärmschutzvorrichtungen geben, sagte Meißner. Doch das reichte einigen Zuhörern nicht: "Das ist alles viel zu dicht zusammen", sagte etwa Karl Ploch.

Er und andere Anwesende würden eine Erweiterung des bestehenden Gewerbegebiets "An der Eiche" in Richtung Guxhagen bevorzugen. Das neue Baugebiet, so der Vorschlag, solle ausschließlich für Wohnhäuser genutzt werden. Bürgermeister Mario Gerhold wies allerdings darauf hin, dass Bauplätze direkt an der viel befahrenen Nürnberger Straße nur schwer zu verkaufen seien. Deshalb sei dieser Teil der Fläche für Gewerbetreibende besser geeignet. Eine weitere Ausdehnung der Gemeindefläche Richtung Guxhagen sei zudem nicht wünschenswert, Körle sei schon jetzt eine sehr langgestreckte Gemeinde.

Zum Gewerbegebiet sagte Gerhold, man wolle vor allem ortsansässigen Firmen die Möglichkeit zum Expandieren geben. "Da kommt keine Riesen-Logistikhalle hin", versprach er.

Gottfried Maßmann forderte die Gemeindevertreter auf, dem Bebauungsplan vorerst nicht zuzustimmen. Er regte zudem ein Bürgerbegehren gegen das Baugebiet an, um die Bebauung zu verzögern. "Wir sollten uns erstmal Gedanken machen, wohin sich Körle entwickeln soll", forderte Maßmann. (jul)

Quelle: HNA

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