Streit eskaliert

Nach Schüssen in Wiesbaden: Polizei mit neuen Details zu Tatwaffe und Verdächtigen

Nach Schüssen in Wiesbaden hat die Polizei sieben Menschen festgenommen und mehrere Autos sichergestellt.
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Nach Schüssen in Wiesbaden hat die Polizei sieben Menschen festgenommen und mehrere Autos sichergestellt.

In Wiesbaden ist es am Sonntag zu einer Auseinandersetzung gekommen, in deren Verlauf auch Schüsse fielen. Nun nennt die Polizei neue Details zur Tatwaffe und den Verdächtigen.

  • In Wiesbaden sind Schüsse gefallen
  • Die Polizei nimmt insgesamt 14 Personen fest
  • Die Polizei hat neue Erkenntnisse zur Tatwaffe

Update vom Montag, 30.03.2020, 17.09 Uhr: Neue Details zu den Schüssen in Wiesbaden: Wie die Polizei nun mitteilte, handelt es sich bei der in der Nähe des Tatorts sichergestellten Waffe nicht um eine scharfe Schusswaffe. Dennoch könne „nicht ausgeschlossen werden, dass im Verlauf der Auseinandersetzung eine scharfe Schusswaffe eingesetzt wurde“. 

Auch zu den 14 Personen, die vorläufig festgeommen waren, machte die Polizei nähere Angaben: Es handele sich um Männer im Alter von 20 bis 40 Jahren. Die Kriminalpolizei wertet nun die am Tatort in Wiesbaden gesicherten Spuren aus und führt „umfangreiche Zeugenbefragungen“ durch. Um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden, könne man derzeit keine weiteren Angaben zu dem Vorfall machen. 

Zudem sorgen ab sofort zahlreiche Beamte der Hessischen Polizei für eine erhöhte Polizeipräsenz im Wiesbadener Stadtteil Biebrich, wo am Sonntag gegen 18.45 Uhr die Schüsse gefallen waren.

Schüsse in Wiesbaden: Neue Details zur Waffe

Update vom Montag, 30.03.2020, 10.58 Uhr: Nach den Schüssen in Wiesbaden hat die Polizei in der Nacht auf Montag (30.03.2020) sieben weitere Personen festgenommen. Die Zahl der Festgenommenen stieg damit auf insgesamt 14 Personen. Alle hätten die Nacht in Gewahrsam verbracht und seien am Montagmorgen wieder entlassen worden, sagte Polizeisprecher Johannes Neumann auf Nachfrage. 

Die ersten Verhöre waren jedoch offenbar alles andere als ergiebig: „Kooperationsbereitschaft bestand nicht wirklich, sie reden nicht sehr gern mit uns“, so Neumann. Man gehe aber davon aus, dass alle 14 Festgenommenen in den Vorfall involviert gewesen seien. Verletzte hat die Polizei bislang nicht gefunden. 

Schüsse in Wiesbaden: Polizei nimmt 14 Verdächtige fest

Am Sonntagabend (29.03.2020) war es im Wiesbadener Stadtteil Biebrich an der Ecke Didierstraße/Am Schlosspark zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen, bei der auch Schüsse fielen. Der genaue Ablauf des Vorfalls sowie dessen Hintergründe sind immer noch unklar. 

Die Polizei geht weiterhin davon aus, dass mindestens eine Person Schüsse auf mindestens ein Auto abgegeben hat. „Wir versuchen, die Puzzleteile zusammenzusetzen“, so Neumann.

Wiesbaden: Schüsse auf mindestens ein Auto

Erstmeldung vom Montag, 30.03.2020, 8.33 Uhr: In Wiesbaden ist am Sonntagabend (29.03.2020) offenbar ein Streit zwischen mehreren Personen eskaliert, mehrere Schüsse fielen. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei. 

Nach ersten Erkenntnissen der Beamten kam es am Sonntagabend gegen 18.45 Uhr im Wiesbadener Stadtteil Biebrich zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen. Im Verlauf des Streits soll eine bislang unbekannte Person im Bereich der Didierstraße Ecke Am Schlossplatz mehrere Schüsse auf „mindestens ein Fahrzeug“ abgegeben haben. Anwohner riefen daraufhin die Polizei.

Schüsse in Wiesbaden – Sieben Personen festgenommen, mehrere Fahrzeuge sichergestellt

Die Beamten leiteten umgehend umfangreiche Maßnahmen ein. Trotzdem gibt es bisher keine Erkenntnisse zu möglichen Verletzten oder potenziellen Geschädigten nach den Schüssen in Wiesbaden. Noch am Abend wurden insgesamt sieben Personen festgenommen, die im Zusammenhang mit der Schussabgabe stehen könnten, mehrere Fahrzeuge und eine Schusswaffe wurden sichergestellt. 

Es ist laut Polizei noch völlig unklar, weshalb es zu dem Streit oder den Schüssen in Wiesbaden kam. Die festgenommenen Personen wurden bis zum Montagmorgen noch befragt. Bei den polizeilichen Ermittlungen kam am Sonntagabend auch ein Hubschrauber zum Einsatz. 

Schüsse in Wiesbaden: Kriminalität in Hessen rückläufig

Insgesamt ist die Kriminalität in Hessen aber rückläufig. Sie sank im Jahr 2018 erneut, wie aus der Kriminalstatistik der hessischen Polizei hervorgeht. Mit rund 373.000 Straftaten wurden knapp 1 Prozent weniger gezählt als im Vorjahr 2017. Zehn Jahre zuvor, im Jahr 2008, waren noch mehr als 407.000 Straftaten registriert worden. Damit ist der Wert von 2018 laut hessischem Innenministerium der niedrigste seit 1980.

Auch die Anzahl der Straftaten pro Einwohner ging im Jahr 2018 zurück: Sie ist auf 5971 Straftaten pro 100.000 Einwohner gesunken. Im Jahr 2017 waren es 6039, im Jahr 2008 noch 6708 Straftaten pro 100.000 Einwohner. Die Gefahr, in Hessen Opfer von Kriminalität zu werden, ist damit im Jahr 2018 so gering wie seit 40 Jahren nicht mehr, heißt es vom Innenministerium.

msb/msc

Am Samstag (28.03.2020) kam es in Wiesbaden zu einer brutalen Attacke. Ein 19 Jahre alter Mann prügelte dort zwei Männer so brutal nieder, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Der 19-jährige mutmaßliche Täter konnte von der Polizei festgenommen werden. Ein unbekannter Mann hat in einem Bus in Wiesbaden randaliert. Die Polizei sucht Zeugen der Tat. 

Nachdem in einem Wohngebiet in Frankfurt Schüsse gefallen waren, kam es zu einem Großeinsatz der Polizei. Der Tatort wurde weiträumig umstellt. Ebenfalls in Wiesbaden gibt ein Mann in einem Lokal Schüsse ab. Die Polizei rückt mit mehreren Kräften an.

Ein echtes Krimi-Abenteuer erlebte ein Junge aus Wiesbaden auf der Insel Borkum. Er beobachtete ein Verbrechen und nahm die Verfolgung auf.

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