Wildkatzen kehren zurück in die Region

Wolfhager Land. Still und heimlich kehren sie zurück: die Wildkatzen. Vom Harz über den Kaufunger Wald, den Reinhardswald in den Habichtswald.

Förster und Jäger hatten in den vergangenen Jahren immer wieder darüber berichtet, die scheuen nachtaktiven Jäger gesichtet zu haben. Belastbare Hinweise auf das Vorkommen der Tiere gab es allerdings nicht.

Sie sehen der getigerten Hauskatze zum Verwechseln ähnlich, nur wenn ein verendetes Tier gefunden wurde, war eine eindeutige Bestimmung möglich. Über die Verbreitung der Wildkatze, die zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts in weiten Teilen Deutschlands schon ausgerottet war, gab es in der Region keine fundierten Belege. Bis der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit Unterstützung von Hessen Forst und der Kasseler Uni ein Projekt startete, um das Vorkommen der Wildkatze in den Wäldern nachzuweisen und Hinweise auf die Größe der Population zu erhalten.

Dazu wurden mit Baldrianduft präparierte Lockstöcke in unterschiedlichen Waldgebieten im Bereich des Forstamtes Wolfhagen ausgebracht. Durch den Duft angezogen und animiert, rieben sich die Wildkatzen an den rauen Kanthölzern und hinterließen dabei Haare, die regelmäßig abgesammelt und durch das Forschungsinstitut Senckenberg in Frankfurt genetisch untersucht wurden. Während der ersten Untersuchung im Winter 2008/2009 wurden fünf verschiedene Wildkatzen (drei weibliche und zwei männliche Tiere) zwischen Reinhardswald und Habichtswald nachgewiesen. Bei der jüngsten Untersuchung waren es acht verschiedene Tiere.

Über diese Ergebnisse berichteten BUND, Hessen Forst und die Kasseler Uni am Donnerstag im Naturparkzentrum Habichtswald auf dem Hohen Dörnberg, wo eine Ausstellung über das heimliche Leben der heimischen Wildkatzen eröffnet wurde. (nom)

Quelle: HNA

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