Wildpark Knüll: Aktionstag der Jäger und Angler

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Spurensuche: Im Mais versteckt waren Trittspuren von Wildtieren. Helena Gräser (8) aus Fritzlar hatte einen Hirschabdruck gefunden. Brigitte Reimer aus Oberurff half ihr dabei.

Schwalm-Eder. Würzige Fischbällchen, kräftige Wildschweinwurst – auch das Verständnis für Jagd und Fischerei geht offenbar durch den Magen. So gestärkt konsumierten die Besucher beim 1. Tag der Jagd und Fischerei jede Menge Informationen über die wohl ältesten Arten der Nahrungsgewinnung.

Angler und Jäger, die in ihren Bereichen mit ähnlichen Aufgaben und ähnlichen Problemen konfrontiert sind, traten am Sonntag erstmals gemeinsam an die Öffentlichkeit. Es gebe viele Schnittmengen und Kontakte, die künftig auf diese Weise gepflegt werden sollen, sagte Werner Wittich (Borken), der Vorsitzende des Kreisjagdvereins Fritzlar-Homberg.

Verbandsvertreter wiesen am Sonntag darauf hin, dass sich Jäger und Angler gleichermaßen für den Erhalt der ihnen anvertrauten Lebensräume einsetzen und noch dazu für qualitativ hochwertige Lebensmittel sorgen.

Lebensräume gehen verloren

In beiden Bereichen gibt es aber auch Entwicklungen, die Sorgen bereiten. So sei der Bestand an Rebhühnern im Schwalm-Eder-Kreis drastisch zurückgegangen, berichtete Werner Wittich gegenüber der HNA. Die Tiere seien auf kleinteilige, naturnahe Lebensräume und auf eiweißreiche Nahrung (Käfer und Larven) angewiesen. Solche Lebensräume gebe es immer seltener.

Aus Sicht der Angler ist der Rückgang der Aal-Bestände bedenklich. Das habe verschiedene Ursachen, sagte Gert Wenderoth (Homberg), der Präsident des Hessischen Fischereiverbandes. Die Aale laichen in der Sargassosee, einem Meeresgebiet im Atlantik nahe Florida. Viele Jungtiere würden bei der Rückkehr in die Flüsse bereits an den Flussmündungen abgefischt und nach Asien exportiert.

Ein weiterer Grund für den Rückgang der Aal-Population seien Turbinen von Wasserkraftwerken, die die erwachsenen Tiere auf ihrer Wanderung nicht überwinden könnten. (hro)

Quelle: HNA

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