9. und 10. Juni

Wildpark Knüll feiert am Wochenende 50. Geburtstag

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Längst nicht alle Tiere im Wildpark Knüll sind menschenscheu: Sikawild Frieda beispielsweise ist heiß auf Leckerli und Streicheleinheiten. Unser Bild zeigt von links Kerstin Schwab, Sara Engelbrecht, Winfried Becker und Wolfgang Fröhlich. 

Homberg. Er gehört zur Region wie kaum eine andere Einrichtung: Der Wildpark Knüll ist seit einem halben Jahrhundert eine Topadresse für einen Ausflug, der neben tierisch guter Unterhaltung auch jede Menge Informationen bietet.

Am Samstag, 9. Juni, und Sonntag, 10. Juni, feiert der Wildpark seinen 50. Geburtstag mit einem großen Fest und freiem Eintritt. Als der Wildpark Knüll 1968 vom damaligen Landrat August Franke initiiert wurde, war es ein völlig neuer Ansatz, den die Einrichtung verfolgte. Der Freizeitgedanke war neu, Sonntagsausflüge beliebt, die Idee, Menschen und Tiere näher zusammen zu bringen, kam super an.

Daran hat sich auch 50 Jahre später nichts geändert. Noch heute verfolgt der Wildpark Knüll die zwei Ziele, die schon bei der Gründung wichtig waren: Zum einen soll er den Tourismus beleben, zum anderen auch Umweltbildung bieten, sagt Landrat Winfried Becker. Das Naturentdeckerhaus gleich am Eingang bietet mit Informationen und Ausstellungen viele Gelegenheit dazu.

Beim Geburtstagsfest aber geht es in erster Linie um die Tiere und um Unterhaltung. Sie sollen im Mittelpunkt stehen, sagen Wildparkleiter Dr. Wolfgang Fröhlich und die pädagogische Mitarbeiterin Sara Engelbrecht. Die zwei Bären Onni und Balu gehören zu den größten Tierarten, aber auch Luchse, Wölfe und Wildschweine können sich sehen lassen. Es geht um die heimischen Wildarten wie die Waldohreule, den Waldkauz und Uhu – allessamt Tiere, deren Namen man schon gehört hat und die die wenigsten schon gesehen haben.

Zu der heimischen Tierwelt gehört mittlerweile auch der Waschbär – ein Tier, das mit einer großen Hassliebe besetzt sei, sagt Wolfgang Fröhlich. Kaum vom Menschen in die Region gebracht, hat er sich explosionsartig vermehrt. „Wir müssen den Waschbären akzeptieren, denn wir werden ihn nicht mehr los“, sagt der Wildparkleiter.

Der Waschbär sei ein gutes Beispiel für die Umweltbildung, die der Wildpark betreibe, sagt Fröhlich, denn auch wenn natürlich das tierische Vergnügen im Wildpark groß sei, der Anspruch, dass die Besucher die Natur auch besser verstehen, gelte nach wie vor.

Glücksrad, Jahrmarkt und viele Spiele

Am 9. und 10. Juni geht es jeweils von 11 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt rund: Tierfütterungen, Kinderschminken, Zirkus und der mittelalterliche Verein Vergessene Welten aus Fritzlar sorgen für Attraktionen. Der offizielle Festakt mit Grußworten findet am Samstag ab 11 Uhr statt.

Die Homberger Filiale zeigt bis zu den Ferien eine Ausstellung historischer Fotos. Ihnen sind Aufnahmen aus heutiger Zeit gegenübergestellt . Die Bilder zeigen, dass die Faszination der Tierfütterung völlig zeitunabhängig ist. Und allein die Mode der damaligen Zeit ist einen Blick wert.

Quelle: HNA

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