Wildschwein-Alarm: Borstentier verwüstete Wohnung in Körle

Im Wald zu Hause: Die Wildschweine, die in Körle für Aufregung sorgten, waren offenbbar in Panik geraten.

Körle. Wildschweinalarm in Körle: Dort haben am Mittwochabend mindestens zwei, vielleicht auch drei junge Borstentiere Einwohner in Schrecken versetzt. In einer Wohnung ist eins der Tiere eingedrungen – durch die Scheibe ins Wohnzimmer.

Als der Bewohner nach 21 Uhr nach Hause kam, dachte er an Einbrecher: Das Fenster war eingeschlagen, das Zimmer habe ausgesehen, als sei ein Panzer durchgefahren, heißt es im Polizeibericht. Gestohlen wurde nichts, doch fanden sich Blutspuren und einige Wildschweinborsten.

Die erste Vermutung der Beamten, dass es sich um Schwarzwild handeln könnte, bestätigte sich vor Ort – zum einen wegen der Borsten an Möbelstücken, zum anderen, weil die Polizisten draußen im Blumenbeet Abdrücke der Vorder- und Hinterfüße fanden. Offenbar war das Schwein auf dem selben Weg, wie es in das Zimmer eingedrungen war, auch wieder hinausgelaufen.

Eine Fahrradfahrerin hatte ebenfalls eine Begegnung mit einem der Borstentiere. Da sie das Rad schob, kam nur dieses bei dem Zusammenprall mit dem Wildschwein zu Schaden.

Den ersten Anruf kurz nach 18 Uhr, dass in Körle Wildschweine unterwegs seien, erhielt Jagdbeauftragter Karsten Kilian aus dem Pfarrhaus am Lärchenweg. Dort war eins der Tiere mit voller Wucht gegen die Tür gelaufen. Wenig später meldete ein anderer Körler, dass ein Wildschwein gegen das Garagentor seines Nachbarn gerannt war.

Den ersten Anruf kurz nach 18 Uhr, dass in Körle Wildschweine unterwegs seien, erhielt Jagdbeauftragter Karsten Kilian aus dem Pfarrhaus am Lärchenweg. Dort war eins der Tiere mit voller Wucht gegen die Tür gelaufen. Wenig später meldete ein anderer Körler, dass ein Wildschwein gegen das Garagentor seines Nachbarn gerannt war.

Beide Orte liegen so weit auseinander, dass es nicht das selbe Tier gewesen sein könne, meint Kilian. Zu Gesicht bekam er keines. Er vermutet, dass die Wildtiere, die zunächst im alten Ortskern nahe der Kirche gesehen wurden, in Panik geraten waren: überall Menschen, Autos, Zäune.

Menschen sollten jedoch keine Angst haben, denn üblicherweise renne ein Wildschwein angesichts eines Zweibeiners davon, sagt Jagdpächter Kai Emmeluth. Er muss für den Schaden nicht haften, weil die Tiere ihn nicht in freier Natur, sondern in der Ortslage verursacht haben. (bmn)

Quelle: HNA

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