Nach tödlichem Unfall

Forstamtsleiter Uwe Zindel: Wildwechsel gerade jetzt akute Gefahr

Gefährlich: Besonders in der jetzigen Jahreszeit ist die Gefahr groß, mit Wildwechsel konfrontiert zu werden. Foto: Archiv

Wolfhager Land. Nach dem tödlichen Unfall am Freitag nahe Ehlen, äußert sich der Leiter des Forstamtes Wolfhagen, Uwe Zindel, zur aktuellen Bedrohung durch Wildwechsel auf heimischen Straßen.

„Gerade jetzt herrscht eine akute Gefahr, da die Tiere durch abgeerntete Felder längere Strecken zur Nahrungssuche zurücklegen.“ Besonders in der Dämmerung am frühen Morgen und in den Abendstunden könne es zu verstärkten Wildwechsel kommen, sagt Zindel. Er rät Autofahrern daher dringend zu erhöhter Aufmerksamkeit in dieser Phase und dazu, besonders langsam zu fahren. Dies gelte insbesondere für Strecken, die durch bewaldetes Gebiet führen, sagt der Forstamtsleiter.

Population angestiegen

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Zwar habe es in den vergangenen Jahren einen Anstieg der Population gegeben, von überhöhten Beständen an Schwarzwild könne man aber nicht sprechen. Zindel führt die gestiegenen Zahlen auch auf die Tatsache zurück, dass mehr Nahrung für die Tiere vorhanden sei, etwa durch verstärkten Maisanbau.

In Deutschland ereignen sich gemäß des Deutschen- Jagdschutz-Verbandes pro Jahr über 230.000 Wildunfälle.

Quelle: HNA

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