Bezirk Knüllwald 1

Neue Pfarrerin in Rengshausen: Stefanie Knüppel will Menschen bewegen

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Neue Pfarrstelle im Knüll: Stefanie Knüppel lebt seit diesem Monat in Rengshausen und kümmert sich vor dort aus um sieben Dörfer.

Rengshausen. Dass es in Rengshausen so schön waldig ist, freut die neue Pfarrerin Stefanie Knüppel besonders. Jetzt kann sie jeden Morgen von ihrem neuen Pfarrhaus aus eine neue Strecke erkunden.

Die Pfarrerin ist passionierte Läuferin und joggt täglich ein Stunde. „Das ist meine Kraftquelle", sagt sie. Bewegung ist für sie in vieler Hinsicht wichtig. Als Pfarrerin möchte sie vor allem die Menschen auf den Weg bringen.

Kraft braucht die alleinerziehende Mutter zweier Jungen also nicht nur für die Kinder (11 und 4), sondern auch für ihre neue Gemeinde. Der Pfarrbezirk Knüllwald 1 umfasst neben Rengshausen auch Ober- und Niederbeisheim, Berndshausen, Hausen, Lichtenhagen und Nenterode.

„In der Arbeit mit den Schwerkranken habe ich Hochachtung vor den Menschen gelernt, die mitten aus dem Leben gerissen werden-

Die 42-Jährige kennt die Region gut, sie wuchs in Fritzlar-Lohne auf und stammt aus einer Pfarrfamilie. Großvater und Vater übten den Beruf auch aus. „Ich bin daher tief verwurzelt im Glauben“, sagt sie. Aber erst über Umwege fand sie ihren eigenen Weg dahin. Nach dem Lehramtsstudium (Germanistik und Theologie) entschloss sie sich, Physiotherapeutin zu werden und arbeitete an der orthopädischen Klinik in Reinhardshausen. Eine ihre Leidenschaften ist der Sport, Ballett war neben dem Laufen eines ihrer Hobbies, sie gab viele Jahre Step-Aerobic-Kurse.

„In der Arbeit mit den Schwerkranken habe ich Hochachtung vor den Menschen gelernt, die mitten aus dem Leben gerissen werden.“ Das habe ihrem Leben noch einmal eine andere Richtung gegeben. Sie wolle nun diese Erfahrung nutzen und den Beruf als Pfarrerin, um Menschen aus den Sackgassen des Lebens heraus zu helfen.

In der Familienphase orientierte sie sich um und studierte über die Fernuniversität Hebräisch und Altgriechisch und später an der Phillips-Universität in Marburg Theologie, um Pfarrerin zu werden. „Ich will den Leuten nicht sagen, was sie zu tun haben. Sie sollen selbst merken, was ihnen wichtig ist.“

Eigenständigkeit und Mitarbeit brauche sie in der Gemeinde. Die Menschen sollen einen Blick auf die Themen bekommen und Lust, sich weiter zu entwickeln. „Ich will sie in Bewegung bringen“, sagt sie. Auch mit den Konfirmanden will sie diskutieren über Themen wie Hoffnung, Diakonie oder Schöpfung. Sie wird Konfirmandentage leiten, um solche Themen zu besprechen und das Miteinander und Freude im Zusammensein zu leben. Wichtiges Thema ist auch der neue Kindergarten gleich neben dem Pfarrhaus, der sich unter der kirchlichen Leitung befindet.

Quelle: HNA

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