Sozialdemokraten in Fritzlar fordern, ein Konzept für die Domstadt zu erarbeiten

SPD will Verkehr neu regeln

Attraktive Stadt: In Fritzlar sind viele Wohnungen neu gebaut worden. Deswegen fordert die SPD jetzt ein neues Verkehrkonzept. Foto: Zerhau

Fritzlar. Fritzlar braucht ein neues Verkehrskonzept. So sieht es jedenfalls die SPD, die für die heutige Stadtverordnetensitzung einen entsprechenden Antrag gestellt hat.

Fritzlar erfreue sich steigender Attraktivität bei Bewohnern und Besuchern, argumentiert SPD-Fraktionsvorsitzender Martin Hannappel laut einer Pressemitteilung. Seit 2010 seien in der Kernstadt Bauanträge für 112 neue Wohnungen gestellt worden. Dabei sei die Drachenburg, in der elf Wohnungen entstehen sollen, noch gar nicht mitgerechnet.

Parkplatznot in der Stadt

Das sorge für stärkeren Verkehr und für Parkplatznot, erläuterte Hannappel, und sei ein Grund, das Verkehrskonzept grundlegend zu überdenken.

Die Sozialdemokraten schlagen vor, die Ampelschaltzeiten zu überdenken. Außerdem solle man überlegen, für den Verkehr geschlossene Straßen wieder zu eröffnet.

Als Beispiel nennt die SPD die Spickebrücke am Pferdemarktplatz. Würde man sie für den Autoverkehr öffnen, könnte das den Bereich Schwimmbad, Ursulinenschule, Schule an den Türmen und den Wohnsiedlungen Bleiche und Weinberg entlasten.

Zentraler Punkt eines neuen Konzepts müsse es sein, neuen Parkraum zu schaffen. Hannappel erklärt: „Bisher können Bauherren und Bauträger fehlende Parkflächen für ihre Neubauten durch eine finanzielle Ablösung ausgleichen. Es muss darüber nachgedacht werden, ob das weiterhin so praktiziert werden sollte, wenn dadurch am Ende trotzdem Parkflächen fehlen.“

Es sei erfreulich, wenn neuer attraktiver Wohnraum geschaffen werde, doch es bringe eben auch Probleme mit sich.

Wenn man von durchschnittlich 1,5 Autos pro Wohnung ausgehe, würden für die neuen Wohnungen zusätzlich 180 Parkplätze in der Innenstadt benötigt, so Hannappel: „Wir wissen alle, dass dieser Parkraum nicht zur Verfügung steht.“

Durch die Erweiterung des Altenheims St. Elisabeth werde sich die Lage verschärfen, auch wenn dort Parkfläche gebaut wird. Der Verkehr werde gerade in Stoßzeiten in jedem Fall zunehmen.

Durch ein Bauprojekt in der Kaiser-Heinrich-Straße würden noch mehr Wohnungen entstehen und damit eine Belastung der Kreuzung Allee/Geismarstraße/Kaiser-Heinrich-Straße. Auch das Ärztehaus sorge für Verkehr. (ode) • Sitzung der Stadtverordneten: Donnerstag, 15. Mai, 20 Uhr, Rathaussaal Fritzlar.

Quelle: HNA

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