Marode Landesstraße zwischen Ransbach und Wasenberg soll 2019 erneuert werden.

Willingshäuser Gemeindevertretung: Steuererhöhungen, Baugebiet und Finanzen waren das Thema Nummer eins

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Buckelpiste der Region: Die Landesstraße zwischen Ransberg und Wasenberg soll ebenso wie die Ortsdurchfahrt in Ransbach erneuert werden.

Willingshausen. Die muntere Sitzung der Willingshäuser Gemeindevertretung am Donnerstagabend im Kulturhaus der Generationen bescherte nicht nur angesichts einer Pattsituation einige Überraschungen.

Eine gute, nicht für die Willingshäuser sondern für die ganze Region: Die äußerst marode Landesstraße zwischen Ransbach und Wasenberg soll 2019 erneuert werden.

Eine weitere Überraschung: Angesichts eines Stimmenpatts zwischen SPD/FDP /Nein) und CDU/BGL/FWG (Ja) werden Grund- und Gewerbesteuer nicht erhöht werden.

Beschlussvorlagen aus dem Magistrat und des Haupt- und Finanzausschuss hatten eine Erhöhung der Grundsteuer von 420 auf 500 Prozentpunkte vorgesehen. Die Gewerbesteuer sollte auf 400 Prozentpunkte erhöht werden.

Die Ja-Sager hatten die angespannte finanzielle Lage im Blick, die Nein-Sager wollten die Bürger nicht weiter belasten.

Nicht klaglos wurde die Genehmigung des Rechnungsprüfungsamtes der Jahresabschlüsse 2012 und 2013 zur Kenntnis genommen. Erich Korell (FDP) verlangte, dass endlich in den aktuellen Haushalten mit den reellen Zahlen dieser Jahresabschlüsse kalkuliert werden solle: „Wie lange solle das so weiter gehen.“ Ulrich Riebeling (BGL/FWG) stellte seine Sicht dar: „Wir haben attestiert, dass wir uns an die gesetzlichen Vorschriften halten und rechtlich alles in Ordnung ist“.

Eine Annäherung aller Fraktionen gab es während der Debatte um das Baugebiet Bitschacker in Willingshausen. In der vorherigen Sitzung hatten die Gemeindevertreter, die Erschließung des Baugebietes beschlossen. Nun möchte ein Investor das Gebiet kaufen und Erschließung und Vermarktung in Eigenregie übernehmen. Erich Korell (FDP) machte eine Rechnung auf, die mit seinem Fazit „der Investor bekommt die Grundstücke geschenkt“ endete. Einig war sich letztendlich die Gemeindevertretung, das Baugebiet noch nicht abzugeben, sondern zunächst den Gemeindevorstand mit dem Investor Verhandlungen führen zu lassen. Erst dann wird die Gemeindevertretung über den Verkauf zu entscheiden. Geändert wird allerdings schon jetzt der Bebauungsplan.

Das Gemeindeparlament folgte dem Antrag der SPD und hob den Sperrvermerk über 40 000 Euro auf, die für die Sanierung der Friedhofshalle in Wasenberg vorgesehen sind.

Die alten Schulgebäude in Loshausen und Merzhausen sollen auf Internetportalen zum Verkauf angeboten werden. Für die ehemalige Schule in Wasenberg gibt es laut Vesper einen Interessenten.

Quelle: HNA

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