Willingshausen

Dresdner Ansgar Skiba stellt seine Werke in Willingshäuser Kunsthalle aus

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Opulenter Farbauftrag: Die Ausstellung von Ansgar Skiba trägt den Titel Bewegung als Naturprinzip. Der Dresdner malt nie Sächliches, sondern Gärten, Lilien oder wie hier Meereswellen.

Willingshausen. Am Samstagnachmittag eröffnete Ansgar Skibas Ausstellung in der Kunsthalle in Willingshausen. Wer seine Bilder betrachtet, staunt über den opulenten Farbauftrag. 

Ansgar Skiba ist gebürtiger Dresdner, der sein Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden aufnahm, 1983 aber in die BRD ausreiste und letztendlich sein Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf fortsetzte. „Wenn ich male, dann mit vollem Körpereinsatz. 

Schon die kostbaren DDR-Jeans hatten unter meiner Farbfülle zu leiden“, erklärte Skiba, der im Gespräch mit den Besuchern erläuterte, wie sehr ihn das Malen aus der realen Welt abhole und fesselt. 

„Ich bekomme dann so gut wie nichts mehr um mich herum mit“, so Skiba.

Bewegung als Naturprinzip

„Ansgar Skiba passt nach Willingshausen, weil seine Vita, wie die Lebensläufe großer historischer Künstler Willingshausens, auch die drei Kunststandorte Dresden, Willingshausen und Düsseldorf vereint“, sagte Paul Dippel (WTB) in der Begrüßung.

Skiba malt grundsätzlich nichts Sächliches. Seine Werke zeigen Gärten, Lilien, Meereswellen und hin und wieder auch einmal Gesichter. 

So überschrieb er die Ausstellung auch mit dem Titel Bewegung als Naturprinzip und erkundete am Ausstellungstag noch die Knüllregion, um wieder neue Eindrücke für weitere Werke aufzunehmen.

Skiba malt mit den Fingern und erlebt so den Prozess des Werkens aus einer persönlichen Nähe, die ihm ein Pinsel nicht bieten könne. 

Er sieht in den Pflanzen menschliche Empfindungen verborgen und ist von der Tatsache, dass ein Krokus abstirbt, um zwei neue Pflanzen entstehen zu lassen, fasziniert.

Künstler missfällt die Form der Ausstellungseröffnung

Geistliche Befindlichkeiten drückt Skiba vor allem in seinen Zeichnungen aus. Auf die Frage, was Kinder der Kindergruppe Kunst für uns von seinen Werken mitnehmen sollten, antwortete Skiba, dass Kinder ohne Erwartungen der Erwachsenen Kunst leben sollten. 

„Kinder haben von Natur aus einen unmittelbaren, klar strukturierenden Blick. Diesen Blick sollten Erwachsene nicht mit Erwartungsaufträgen oder Botschaften ausbremsen. Kinder brauchen Freiheit zum Entwickeln“, so Skiba, der anscheinend nicht ganz so frei in die Ausstellungseröffnung gegangen war, hatte er doch eine andere Form der Ausstellungseröffnung erwartet, sodass er sein Missfallen auch nicht verbarg.

Zu Sehen sind die Werke bis zum 14. Juli, jeweils Dienstag bis Sonntag, 14 bis 17 Uhr, Samstag, Sonntag, an Feiertagen, 10 bis 12 Uhr.

Quelle: HNA

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