Bürgerversammlung in Wolfhagen - Dauerdiskussion um Windparkpläne am Rödeser Berg

Wind und viele Emotionen

Wolfhagen. Dauerbrenner Bürgerwindpark - auch bei der Bürgerversammlung in Wolfhagen. Und das bedeutet wie so oft in der Vergangenheit, sehr viele Emotionen. Ausgelöst, und das ist ihr gutes Recht, durch die Wortführer der Bürgerinitiative (BI) Wolfhager Land - Keine Windkraft in unseren Wäldern.

Allen voran Peter Kranz, Stadtverordneter von Bündnis 90/Die Grünen. Der weilte zwar von Anfang an im Publikum, seinen Platz auf dem Podium nahm er jedoch erst nach dem Lagebericht des Bürgermeisters, der Sportlerehrung sowie der Präsentation der Nutzung des ehemaligen Hospitals ein. In dem sich entzündenden verbalen Schlagabtausch zwischen den Gegnern und Befürwortern der Rödeser-- Berg-Windräder gab es fast nichts Neues.

Die BI-Vertreter beharrten auf ihren Argumenten gegen einen Bürgerwindpark an diesem für sie schützenswerten Waldstandort. Der Rödeser Berg liegt zwischen Nothfelden und Niederelsungen. Für die BI und deren Mitglied Thomas Müller ist der jüngste Bürgerentscheid in Bad Arolsen zum Thema Windkraft der Beweis dafür, dass ein großer Teil der Bevölkerung gegen die Pläne ist. Fakt ist aber auch: Das Begehren von Windkraftgegnern, die Planungen für 15 Windkraftanlagen im Stadtwald von Mengeringhausen zu stoppen, fand beim Bürgerentscheid nicht die erforderliche Mehrheit

„Unredlich“

Von der kommunalpolitischen Gegenseite in Wolfhagen und auch aus dem Publikum heraus wurde vor allem Peter Kranz vorgeworfen, die Bevölkerung „unredlich und wissentlich“, so Stadtverordnetenvorsteher Werner Kunz wie auch Iris Degenhardt-Meister (Nothfelden), mit falschen Fakten und Zahlen zu verunsichern und hinters Licht zu führen.

Diese Schelte untermauerte ebenfalls Hilmar Bergmann, seit Jahrzehnten im lokalen Umweltschutz aktiv: „Am geplanten direkten Windparkstandort Rödeser Berg gibt es weder einen Rotmilan- noch einen Schwarzstorchhorst.“ (zih)

Quelle: HNA

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