Einweihung des Messmastes am Rödeser Berg

+
Ortsbehung und Einweihung: Doron Callies (vorne von links), Richard Döpfer (beide IWES-Projektteam), Prof. Jürgen Schmid, Institutsleiter Fraunhofer IWES sowie sein Stellvertreter Kurt Rohrig, Ullrich Bruchamnn vom Bundesumweltmisterium (hinten von links), Tobias Klaas, Dr. Bernhard Lange (Projektleiter) und Klaus Otto vom Projektteam.

Nothfelden. Das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) hat am Mittwoch den 200 Meter hohen Messmast am Rödeser Berg bei Nothfelden eingeweiht.

Bereits seit Ende November vorigen Jahres zeichnet der Mast die Windgeschwindigkeiten und -richtungen in unterschiedlichen Höhen auf. Der Standort sei sehr gut geeignet, um die Windbedingungen im bewaldeten Mittelgebirge detailliert zu untersuchen, so der Sprecher des Fraunhofer-Instituts, Uwe Krengel.

Ziel des Projektes ist es, grundsätzliche Erkenntnisse für den Bau von höheren Windenergieanlagen nahe beziehungsweise in Wäldern zu gewinnen.

Zur Ortsbegehung am Mittwochnachmittag kamen zahlreiche Experten und Mitarbeiter des Fraunhofer-Instituts, um der offiziellen Einweihung des Windmessmastes beizuwohnen. Zuvor hatte das Fraunhofer IWES in die Stadthalle nach Wolfhagen eingeladen. Dort gab es Vorträge zum Thema Wind- und erneuerbare Energien – unter anderem von Institutsleiter Prof. Dr. Jürgen Schmid, der über die Rolle der Windenergie für den Klimaschutz referierte.

Messungen bis zu 200 Meter Höhe

Das Besondere und bislang Einzigartige des Masten ist neben seiner aufwändigen und sehr genauen Messmethode die Höhe: „Normalerweise reichen die Masten nur auf eine Höhe bis zu etwa 135 Metern“, berichtet IWES-Projektmitarbeiter Richard Döpfer. Dass der am Rödeser Berg bis zu einer Höhe von 200 Metern messe, sei das Besondere. Doch nicht nur Wind, sondern auch Niederschläge werden mithilfe der 40 Sensoren, die in unterschiedlichen Höhen am Masten angebracht sind, erfasst.

Die Messdaten, die von IWES-Mitarbeitern ausgewertet werden, sollen auch den Wolfhager Stadtwerken zur Verfügung gestellt werden, die in der Nähe des Messmastes einen Windpark planen.

Wie wichtig der Ausbau erneuerbarer Energien in Zeiten des Klimawandels ist, betonten alle Experten. „Die Windenergie an Land ist in ihrer Lernkurve am weitesten fortgeschritten und sollte daher ausgebaut werden“, sagte Institutsleiter Prof. Schmid.

Von Vera Glass

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare