Gutachten positiv

Windkraft im Aufwind

Gudensberg. Die Rotoren der Windräder im Windpark Langenberge zwischen Niedenstein und Gudensberg sollen sich ab 31. Januar 2015 drehen und Strom produzieren.

Der Weg für den Bau der interkommunalen Anlage ist inzwischen frei: Alle vorbereitenden Untersuchungen liegen vor, vom Windgutachten über das Vogel- und Fledermausgutachten bis zur Erschließbarkeit des Geländes.

Errichtet werden sollen fünf Windkraftanlagen mit einer Nabenhöhe von 140 bis 150 Metern. Die Gesamtinvestition liegt bei 22,7 bis 26,2 Millionen Euro, je nach Anlagentyp und Leistung.

Um den Bau des Windparks zu gewährleisten, soll eine Betreibergesellschaft gegründet werden, zu der die Kommunen Gudensberg, Edermünde, Niedenstein und Baunatal sowie die VR-Bank Chattengau und das Verbands-Energie-Werk (VEW) aus Korbach, eine Tochter der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF), gehören.

Planungskosten jetzt

Um die Inbetriebnahme des Windpark´Anfang 2015 zu erreichen, muss jetzt mit den Planungen begonnen werden. Die Stadtverordneten in Gudensberg stimmten deshalb am Donnerstag einmütig zu, den Anteil der Stadt an den Planungskosten in Höhe von 75 000 Euro außerplanmäßig zur Verfügung zu stellen.

Größter Anteilseigner des Windparks (Eigenkapital: 10 Millionen Euro) wird vorläufig die VEW Korbach (37,5 Prozent) sein, ebensoviel halten die beteiligten Kommunen (37,5 Prozent), die restlichen 25 Prozent übernimmt die VR-Bank Chattengau.

Gudensberg wird bei den Kommunen mit 21,25 Prozent den Löwenanteil halten, gefolgt von Edermünde (10 Prozent), Baunatal (5 Prozent) und Niedenstein (1,25 Prozent).

Letztlich soll außerdem eine Bürger-Energiegenossenschaft gegründet werden, an der sich jedermann beteiligen kann. Sie soll 20 Prozent der Anteile übernehmen, VR-Bank, VEW und Kommunen geben dafür Prozentpunkte ab.

Man gehe in Gudensberg konsequent den Weg zur Energiewende, sagte Dirk Schütz (SPD). Mit dem Beschluss sei der regionale Windpark ein Stück näher gerückt. „Ab 2015 wird der Strom dort produziert, wo er auch verbraucht wird“, betonte Schütz. Es sei die richtige Entscheidung, interkommunal zu handeln, um große Projekte gemeinsam leichter verwirklichen zu können.

Für alle Bürger

Schütz lobte besonders die geplante Gründung einer Bürger-Energiegenossenschaft: Es sei wichtig, dass sich alle Bürger beteiligen könnten und Gewinne nicht nur an Großkonzerne gingen.

Auch Dieter Heer (CDU) und Marcel Breidenstein (Grüne) lobten die Planungen für den Windpark. Es sei ein „sinnvolles Projekt“ (Heer), das sich sogar angemessen rechne; dank der Gutachten zum Naturschutz müsse man auch keine Gewissensbisse haben (Breidenstein).

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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