Schrecksbach lehnt Anlagen in Gemarkung ab – Räder jetzt nur für Willingshausen

Windkraft ist kein Thema

Schrecksbach/Willingshausen. Für die Gemeinde Schrecksbach sind Windkraftanlagen kein Thema. Das stellte Bürgermeister Erich Diehl in der Sitzung der Gemeindevertretung klar. Konkret geht es dabei um Planungen eines niedersächsischen Unternehmens, im südlichen Schwalm-Eder-Kreis zwei Windparks zu bauen (wir berichteten).

Bereits seit einigen Monaten wirbt die niedersächsische Gesellschaft Reon in der Schwalm für ihre Planungen, zwischen Merzhausen und Röllshausen und Wasenberg und Wiera Windräder aufzustellen.

Keine Änderung vorgesehen

Bürgermeister Diehl betonte, dass es von seiten der Gemeinde Schrecksbach keine Änderung des Flächenutzungsplans geben werde. Windparks mit Blick auf das Schwalmtal und auf den Schönberg? Dazu gebe es insbesondere in diesem Gebiet zu große natur- und denkmalschutzrechtliche Bedenken, unterstrich Diehl.

Projektleiter Thomas von Glahn von der Firma Reon bestätigt auf Anfrage der HNA, dass sich das Vorhaben seines Unternehmens auf Gemarkungen der Großgemeinde Willingshausen beschränkt. Er schildert den aktuellen Stand der Pläne: Sechs Windräder sollen demnach bei Wasenberg künftig Strom erzeugen, außerdem sollen drei Anlagen auf einem Gelände in der Gemarkung Zella – der Wüstung Wernersdorf – entstehen. Damit nimmt das Unternehmen Abstand von Entwürfen zwischen Merzhausen und Röllshausen acht Anlagen zu errichten.

„Keine bösen Buben“

Die Gemeinde Schrecksbach habe klar gestellt, dass Anlagen hier nicht erwünscht seien, „und wir möchten auch nicht als die bösen Buben dastehen“, betonte von Glahn.

Derzeit befände sich das Unternehmen noch in der Planungsphase. Von den Grundstückseigentümern gebe es mehrheitlich grünes Licht, Vorgutachten seien eingeholt.

Die neun Windräder in den beiden Parks bei Wasenberg und Merzhausen sollen 135 Meter hoch werden und 2,5 bis 3 Megawatt Strom erzeugen. Pro Anlage investiert das Unternehmen nach Angaben von von Glahn circa 4,5 Millionen Euro. (syg)

Quelle: HNA

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