Bürger sollen sich beteiligen

Windpark bei Breuna kommt bis Ende 2014

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Neuer Windpark "Rhödaer Holz GmbH" der Gemeinde soll bis Ende 2014 entstehen. Hier zwei bestehende Windräder oberhalb der Gemeinde.

Breuna. Der Windpark Rhödaer Holz bei Breuna soll bis Ende nächsten Jahres stehen. Die sechs Windräder mit einer Nabenhöhe von 141 Metern sind Herzstück des Parks, der 27 Millionen Euro kostet.

Die Breunaer sollen sich in Form einer Bürgerenergie-Genossenschaft mit 2,75 Millionen Euro am Großprojekt beteiligen.

Die Windpark Rhödaer Holz GmbH besteht je zur Hälfte aus der Gemeinde Breuna und dem VEW (Verbands Energie Werk), einem Ableger der Energie-Waldeck-Frankenberg (EWF) mit Sitz in Korbach. Von der Zusammenarbeit mit dem Versorger aus dem Waldecker Land verspricht man sich laut Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann professionelle Begleitung bei der Umsetzung des ehrgeizigen Projektes.

EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller stellte vor 50 Bürgern im DGH Breuna den Planungsstand vor. Man habe basierend auf dem aktuellen Regionalplan ein Konzept erstellt, welches die Beteiligung der Bürger vorsieht. Während die VEW größtenteils die Planung übernommen hat, soll der Betrieb des Windparks überwiegend in den Händen der Gemeinde bleiben.

Und die Bürger Breunas sind es auch, die laut Klaus-Dieter Henkelmann profitieren sollen. Mit Einlagen von 1000 bis 50.000 Euro können sie sich an der Genossenschaft beteiligen und so einen Eigenkapitalanteil von 2,75 Millionen Euro beisteuern, genauso wie VEW und Gemeinde.

Für die Gründung einer Genossenschaft sind acht Personen notwendig, etwa zehn Bürger meldeten am Ende der Veranstaltung ihr Interesse an. Sie bilden nun eine Arbeitsgruppe, die sich genauer mit den Zahlen befasst, um die Gründung endgültig auf den Weg zu bringen. Klar ist laut Schaller aber auch: Sollte die Genossenschaft sich nicht gründen, wird das Projekt nicht sterben - VEW und Gemeinde würden es dann umsetzen.

Von Nicolai Ulbrich

Quelle: HNA

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