Gemeindevorstand prüft nun die Wirtschaftlichkeit

Windpark: Ottrau will sich beteiligen

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Blick auf die Klosterkirche: Diese Fotomontage zeigt, wie der geplante Windpark Die Gleiche aussehen würde. Fotomontage: EAM-Natur/nh 

Ottrau. Ottrau will sich am geplanten Windpark Die Gleich beteiligen. Mit zwei Gegenstimmen aus der SPD-Fraktion entschieden sich die Ottrauer Gemeindevertreter in der Sitzung am Dienstagabend im Rathaus dafür, zu überprüfen ob sich solch eine Beteiligung rechnen würde.

Zudem beauftragten sie den Gemeindevorstand, ein Gespräch mit der Immichenhainer Bürgerinitiative (BI) sowie der Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll zu führen, um zu einem Kompromiss zu kommen.

Vier Windräder auf Ottrauer Gebiet sollen im Immichenhainer Wald entstehen, ein Windrad kostet drei Millionen Euro. An einem davon will sich die Gemeinde beteiligen, hofft dadurch finanziellen Gewinn zu machen. Nun prüft der Vorstand die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens.

„Die Hessische Gemeindeordnung erlaubt die Beteiligung der Kommunen“, betonte SPD-Fraktionsvorsitzender Reinhard Becker. Einigkeit zeigten CDU und FWG-Fraktion: Die Frage sei nicht mehr, ob der Windpark gebaut werde oder nicht. Es gehe jetzt ausschließlich darum, ob sich die Gemeinde beteiligen kann und will.

Zudem sollen sich Gemeindevorstand, die Energiegenossenschaft sowie die BI zu einem Gespräch zusammenfinden. Die Bereitschaft dazu sei von Seiten der BI bereits signalisiert worden. Es seien derzeit Fehler und Missverständnisse im Laufe was die Windkraftanlagen betrifft, es besteht Klärungsbedarf, betonte Becker.

Einige Besucher aus Immichenhain sowie von den Schrecksbacher Eggenhöfen hatten an der öffentlichen Sitzung teilgenommen. Die Bürgerinitiative spricht sich gegen den geplanten Windpark aus.

Der Windpark soll mit sechs Anlagen im Wald zwischen Immichenhain und Schrecksbach entstehen. Der Windpark soll 30 Millionen Euro kosten und könnte laut derzeitigem Planungsstand Ende 2015 ans Netz gehen. Die EAM Natur tritt als Projektierer auf.

Betreiber soll die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll werden. Eine Beteiligung der Bürger sowie der beiden Kommunen ist angestrebt.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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